Nun müssen beim FC Aarau Lösungen her

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Die Aarauer Defensive wurde von der Winterthurer Offensive, hier mit Doppeltorschütze Doumbia (rechts), oft überfordert. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Was, wenn es in der 5. Minute Abstoss für den FC Aarau statt das 1:0 für Winterthur gegeben hätte? Was, wenn es in der 51. Minute beim Stand von 1:3 Penalty gegeben hätte?

Fragen, die berechtigt sind, weil in diesen zwei Szenen die Aarauer von Schiedsrichter David Schärli benachteiligt worden sind. Doch vom Konjunktiv lebt bekanntlich nur der Stammtisch. Hadern mit dem Schicksal ist für die Akteure des FC Aarau der falsche Ratgeber. Ihre Aufgabe besteht darin, Lösungen zu finden und in einer Woche im Heimspiel gegen Chiasso erstmals in der Saison zu punkten. Ansonsten wäre der Fehlstart endgültig komplett.

Das Spiel auf dem neu verlegten Rasen im Stadion Schützenwiese beginnt für den FCA denkbar schlecht: Als nach einem Angriff des Heimteams der Ball über die Grundlinie rollt, bleibt die Fahne des Linienrichters unten. Davide Callà sagt «Merci» und überlistet mit einem feinen Heber FCA-Goalie Simon Enzler.

Wer nun denkt, von diesem Schock lassen sich die Aarauer unterkriegen, liegt falsch. Die Reaktion erfolgt in Form von spielerischer Ebenbürtigkeit und zwei Grosschancen von Rrudhani und Zverotic. Das nächste Tor fällt jedoch auf der anderen Seite, Buess trifft vom Penaltypunkt, nachdem Thiesson Winterthurs Alves von den Beinen geholt hat. 

Die mangelnde Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor, schon im Auftaktspiel gegen Wil (1:3) der Hauptgrund für die Niederlage, akzentuiert sich in der 33. Minute: In dieser vergeben Spadanuda, Gashi und Balaj gleich drei (!) Hochkaräter.

Keine Alternativen auf der Ersatzbank

Spadanuda, der beste Aarauer, erzielt dann zwar doch das 1:2. Doch weil wenige Sekunden nach Wiederanpfiff die FCA-Abwehr pennt, kann sich Doumbia die Ecke vor dem dritten Tor für die Gastgeber aussuchen. Das schnelle 1:3 erweist sich am Ende als Genickschlag.

Denn obwohl die Aarauer auch in der zweiten Halbzeit spielerische Duftmarken setzen und nach dem 2:3 durch Jäckle, der einen Freistoss direkt verwandelt, am Ausgleich schnuppern, bleibt die Erkenntnis: Dem FC Aarau fehlt in der Offensive die Durchschlagskraft, damit aus dem ausgerufenen Ziel, am Saisonende in der oberen Tabellenhälfte zu stehen, ein realistisches Vorhaben wird. Und nach den fünf Gegentoren in Winterthur stellt sich auch die Frage: Wie stabil ist die Defensive, die nun in zwei Partien schon wieder acht Gegentreffer zugelassen hat?

Keine Frage: Die Personaldecke ist viel zu dünn. Symptomatisch dafür ist die Tatsache, dass Keller trotz Rückstand nur zwei Wechsel vorgenommen hat, deren Effekt mit gleich Null zu bezeichnen ist.

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