Die Kranzquote am Feldschiessen schnellte in die Höhe

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Im Schützenhaus Staffelbach angetroffen: Die drei Seniorenveteranen von der SG Wiliberg-Hintermoos, Hans Maurer, Willi Maurer und Hans Bärtschi (v. l.), schossen allesamt ein Kranzresultat. Bild: wr
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Jonas Götti vom MSV Kölliken erhielt für das Bestresultat von 69 Punkten auf dem Schiessplatz Safenwil einen zweiten goldenen Kranz. Bild: zvg

Trotz Beeinträchtigung durch die Coronakrise haben im Aargau 6873 Schützinnen und Schützen am Eidgenössischen Feldschiessen teilgenommen. Die Zahl hat sich aber gegenüber der letzten Jahre halbiert, wobei viele Schützen gute Resultate schossen. In der Region Zofingen schossen der Rothrister Jürg Klöti, der Attelwiler Walter Baumann und der Moosleerauer Roger Seeberger 70 Punkte mit dem Sturmgewehr. 

«Zahlreiche Aargauer Vereine haben sich aus Coronagründen nicht am Feldschiessen beteiligt. Hinzu kam die lange Ungewissheit, ob überhaupt geschossen werden kann. Deshalb bin ich trotzdem zufrieden mit der Beteiligung», resümiert der Aargauer Feldchef Werner Stauffer zum aussergewöhnlichen Jahr. Total absolvierten im Aargau 5260 Frauen und Männer das 18-Schuss-Programm mit einem 300m-Ordonnanzgewehr. Hinzu kommen 1613 Pistolenschützen und -schützinnen, die ebenfalls je 18 Patronen abfeuerten. 

Im Aargau fand das Feldschiessen in diesem Jahr hauptsächlich am letzten Septemberwochenende statt, das heisst mit viermonatiger Verspätung. In den Bezirken Muri und Zurzach ging der Traditionsanlass dezentral über die Schiessstände. Entsprechend fehlte für einmal die kantonsweite Dynamik, was zusammen mit der Angst vor der Pandemie zusätzlich auf die Beteiligung drückte. 

Weil im Coronajahr durchschnittlich mehr geübte Schützen das Feldschiessen bestritten, schnellte die Kranzquote in die Höhe. Bei den Teilnehmern mit dem Gewehr erreichten 60 Prozent der Teilnehmer die Kranzauszeichnung. Bei den Pistolenschützen 25 und 50 m waren es 54 Prozent. In der Einzelrangliste fällt die Vielzahl von Spitzenresultaten auf. Anita Gürber (Benzenschwil), die für die Feldschützengesellschaft Buttwil-Geltwil schiesst, erzielte mit dem Sturmgewehr 90 durchwegs Vierer. Das Maximum von 72 Punkten schoss auch der Thalheimer Marcel Dietiker aus den Reihen des Schützenvereins Chestenberg, und zwar mit einem aufgerüsteten Sturmgewehr 57. Mit der Pistole blieb für einmal ein Aargauer Maximalresultat aus. Fünfmal gabs 179 Punkte, und zwar für Walter Steffen (PC Homrig, Endingen), Gregor Broder (PS Spreitenbach), Andreas Hunziker (PC Teufenthal) und für Patrick Huber (PS Spreitenbach). In der Region Zofingen erreichten drei Schützen mit dem Sturmgewehr jeweils 70 von 72 möglichen Punkten: Jürg Klöti vom Arbeiterschiessverein Rothrist, Walter Baumann von der Feldschützengesellschaft Attelwil und Roger Seeberger von der Feldschützengesellschaft Moosleerau. Zu erwähnen sind auch die 69 Zähler des 19-jährigen Nachwuchsschützen Jonas Götti vom Militärschiessverein Kölliken, der auf dem Schiessplatz Safenwil für dieses Bestresultat nebst dem normalen auch einen goldenen Kranz erhielt. Dasselbe Resultat erzielte Seniorenveteran Peter Saxer von der SG Oftringen-Küngoldingen. 

Bei den Pistolenschützen erreichten drei Mitglieder der SG Zofingen je 177 von maximal möglichen 180 Punkten: Christoph Oesch, Christian Klauenbösch und Christelle Tchuissé. Aber auch die 175 Ringe des grossen Zofinger Pistolenschützenausbildners Bruno Siegrist dürfen sich sehen lassen. 

Im nächsten Jahr findet das Eidgenössische Feldschiessen am Wochenende vom 30. Mai statt. Der Aargauische Schiesssportverband hofft sehr, dass dann Corona keinen Einfluss mehr hat und wieder eine fünfstellige Beteiligung resultiert. 

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