Feuerwehrübung ganz nah an der Realität

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Keine Angst, aber grossen Respekt vor dem Feuer zeigt Jannick Müller (vorne). Bild: som

Auf dem Übungsgelände der Chemiewehrschule Bilfinger in Zofingen waren Routiniers und Debütanten bei der Bekämpfung von meterhohen Flammen gleichermassen gefordert. Und alle 39 Teilnehmenden haben die im wahrsten Sinne des Wortes brenzligen Situationen mit Bravour gemeistert. 

Alle zwei Jahre haben die Angehörigen der Feuerwehr (AdF) Safenwil das Privileg, unter authentischen Bedingungen ihr Handwerk zu üben. Möglich macht das der Gemeinderat, der jeweils ohne Wenn und Aber einen höheren vierstelligen Budgetkredit für diese zweckmässige Ausbildung zur Verfügung stellt. «Wir wissen dieses Wohlwollen ausserordentlich zu schätzen», lobt Kommandant Daniel Baumann die Gemeindebehörde, «denn was gibt es Sinnvolleres für einen AdF als die Brandbekämpfung an einem richtigen Grossfeuer». 

Verantwortlich seitens der Feuerwehr waren Tanja Bürge als Organisatorin sowie Kurt Friderich und Christian Siegen­thaler als Ausbildner der Chemiewehrschule. Vorgängig des Trainings mit der Mannschaft wurde dem Kader das Löschen eines Autobrandes mittels einer grossen Löschdecke beigebracht. Ein weiteres Thema war der Feuerausbruch bei alten Textilsammlungen unter Einsatz von Netzmitteln (Schaumextrakt). Dieses kann dem Löschwasser dank des neuen Tanklöschfahrzeuges mengenmässig einstellbar mit Knopfdruck direkt beigemischt werden. Diese Kombination entzieht dem Wasser die Oberflächenspannung und ermöglichst ein tieferes Eindringen des Löschmittels in das brennende Material. 

Brandbeschleuniger fordert die Gruppenführer  

Das Hauptaugenmerk bei der Mannschaftsausbildung lag bei der korrekten Handhabung des Hohlstrahlrohrs. Heikel bei dieser Technik ist, dass nebst dem Sprühstrahl auch eine breite Wasserwand erzeugt werden kann. Allerdings kann dies zu einem «Ansaugen» (Injekting) der Flamme in den Wasserkegel führen, was für die Einsatzkräfte gewöhnungsbedürftig ist. Aus diesem Grund standen erprobte AdF ihren unerfahrenen Kameraden beratend und handelnd zur Seite.  

Um die Löschtrupps so richtig unter Stress zu bringen, entfachten Friderich und Siegen­thaler – manchmal sogar zeitgleich – auf dem Übungsgelände mit Brandbeschleunigungsmittel (Heptan) verschiedene grössere Feuer. In Sekundenschnelle mussten sich die Gruppenführer auf neue Situationen einstellen und sofort – wenn immer möglich – richtige Entscheidungen treffen.  

Bei der Übungsbesprechung fand Friderich nur lobende Worte für die gezeigten Leistungen. Seine Aussage, es seien an diesem Morgen 95 000 Liter Löschwasser verbraucht worden, sorgte für Erstaunen. Das Schlusswort gehörte Tanja Bürge: «Wenn ihr heute innen und aussen nass geworden seid, habt ihr alles richtig gemacht», rühmte sie die Mannschaft mit einem Schmunzeln. (som) 

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