Spoken Word Festival «woerdz»: Dichterwettstreit und Wortzauber

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«woerdz» macht Luzern zur Spoken-Word-Hauptstadt der Schweiz. Bild: Franca Pedrazzetti

Die Zunft der Wortgewandten trifft sich alle zwei Jahre und nun bereits zum vierten Mal in Luzern. Vom 21. bis 24. Oktober ist im Südpol und im Kleintheater Bühnenliteratur Trumpf. Das Festival sei, so die Veranstalter, in seiner Grösse und Internationalität einmalig im deutschsprachigen Raum. 

Für diese Internationalität sorgen etwa die beiden Stargäste Linton Kwesi Johnson und Lee Scratch Perry, beide im Land des Reggae geboren und im Dub zuhause, bei dem Reggae als Rohmaterial mit Effekten versehen neu abgemischt wird. So exotisch das klingt: Perry hat einen kurzen Anfahrtsweg, wenn er am Samstag an der Afterparty auftritt. Er wohnt seit über 30 Jahren in Einsiedeln. 

Mit dabei ist unter anderem auch Christoph Fellmann. Er ist freischaffender Autor und Theatermacher in Luzern und Kollumnist für den «Willisauer Boten». Seit 20 Jahren arbeitet er als Schauspieler und Schreiber im und für das Theater. Ausserdem war er lange als Journalist tätig. Am Donnerstag tritt er an der Spoken-Werkschau im gleichen Zug mit Franz Hohler auf. «Er ist mein Kindheitsheld. Dieser Auftritt ist etwas ganz Besonderes», so Fellmann. 

Nebst Poetry Slams auch experimentelle Auftritte 

Zum Start des Festivals steht am Mittwoch ein Poetry Slam auf dem Programm. Neben Marco Gurtner, dem amtierenden Schweizer Meister in dieser Disziplin, und Jeremy Chavez, der diesen Titel aktuell in der Kategorie U20 trägt, treten sechs weitere Wortakrobaten ans Mikrofon. 

Am Donnerstag folgen zwei Werkschauen. Nebst Franz Hohler und Christoph Fellmann wird auch der Werkauftrag der Rapperin Big Zis und des Erzählers Michael Fehr zu hören sein. Mit dem Auftrag wurden die beiden ermutigt, ihre bekannten Auftrittsformate zu sprengen und in den Räumlichkeiten des Südpols Luzern performative Experimente zu wagen. 

Der Auftritt von Christoph Fellmann wird einer Lesung nicht ganz unähnlich. Nebst Monologen aus diversen von ihm geschriebenen Theaterstücken rezitiert er den Grossteil aus der Ausstellung «Die grosse Menschenschau». Diese zeigt real existierende Personen aus der Welt. Sie erklären, wer sie sind und was sie antreibt. Die Texte dafür hat Fellmann mithilfe einer breiten Recherche zusammengestellt. 

Bislang war Christoph Fellmann lediglich als Besucher am Festival. Die Anfrage der Organisatoren für einen Auftritt freute ihn sehr, obwohl es auch für ihn eine neue Erfahrung sein wird. «Normalerweise bin ich als Schauspieler auf der Bühne», so Fellmann. 

Das Festival bietet zudem verschiedene Workshops und Vermittlungsprogramme an Schulen in Luzern, Sursee und Menzingen an. Für Kinder gibt es ein Hörtheater und im öffentlichen Raum wird das woerdz etwa mit einem Märchentelefon oder dem Vinylomat, einem Schallplatten-Aufnahmegerät, sichtbar. 

Programm

Mittwoch, 21. Oktober: Slam@woerdz twentytwenty mit Vorprogramm U18-Dichterwettstreit 

Donnerstag, 22. Oktober: Die Spoken-Werkschau mit Franz Hohler, Christoph Fellmann und Dill&Kraut 

Freitag, 23. Oktober: Die Spoken-Werkschau mit Laurence Boissier & Gerhard Meister und Semi Eschmamp; ausserdem Werkauftrag «InSzene» mit Big Zis 

Samstag, 24. Oktober: Die Spoken-Werkschau mit KT Gorique, Narcisse und Nora Gomringer; ausserdem Werkauftrag «InSzene» mit Michael Fehr. Aftershow mit Stargast Lee Scratch Perry 

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