Baselbieter Krisenstab rüffelt Gallatis Kommunikation und sorgt für neue Verwirrung wegen Grossanlässen

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Medienkonferenz vom 19.10.20; Jean-Pierre Gallati erklärt die neuen Corona-Massnahmen. © Michael Wuertenberg

Abgesprochen wollten sie Corona-Massnahmen in Zukunft kommunizieren, im besten Fall sogar mit einer gleichen Lösung für alle: Doch mit der vor den Sommerferien signalisierten Einigkeit zwischen den Nordwestschweizer Kantonen war es schon nach ein paar Wochen wieder vorbei: So führten Ende August Basel-Stadt und Solothurn eine Maskenpflicht in Läden ein, der Aargau und Baselland dagegen vorläufig nicht; sie sahen damals aufgrund der Fallzahlen keinen Grund, ihr Regime zu verschärfen.

 

Und auch nach den jüngst vom Bundesrat erlassenen neuen Regelungen für alle Kantone herrscht in der Nordwestschweiz Disharmonie. In der Baselbieter Verwaltung ärgerte man sich gestern über die Pressekonferenz in Aarau, an welcher der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati, die verschärften Corona-Massnahmen für den Aargau bekanntgab. Die Baselbieter Regierung sei entgegen den Abmachungen nicht vorinformiert worden, kritisiert Andrea Bürki vom dortigen Krisenstab gegenüber der BZ Basel.

Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) von Jean-Pierre Gallati informierte zwar die Generalsekretäre in Basel, Baselland und Solothurn, aber offenbar nicht direkt deren Chefs. Dafür entschuldigte sich das DGS gestern Nachmittag in einem Mail an die Gesundheitsdirektoren in Basel, Baselland und Solothurn.

Gemeinsame Lösung für Grossanlässe?

Soweit schien die Sache erledigt. Doch eine Aussage aus dem Baselbieter Krisenstab gegenüber der BZ Basel sorgt für neue Verwirrung. Es sei fix vereinbart, in Sachen Grossanlässe eine einheitliche Lösung für alle vier Kantone festzulegen, sagte Sprecherin Bürki.

Dies ist besonders interessant, weil Entscheide in Aarau und Basel zu den Corona-Regimen in Fussballstadien ausstehen. Einerseits wartet der FC Aarau auf eine Bewilligung, ab nächstem Samstag das Stadion wieder für mehr als 1000 Personen zu öffnen und auch beim FC Basel ist die Frage noch offen. Heisst das also, dass entweder sowohl das Brügglifeld als auch der St. Jakob-Park eine Bewilligung bekommen oder dann beide doch nicht?

Im Gesundheitsdepartement in Aarau weiss man nichts von einer Abmachung, für Grossanlässe eine gemeinsame Lösung festzulegen. Auf Anfrage der AZ relativiert die Sprecherin des Baselbieter Krisenstabs nach Rücksprache mit ihrem Generalsekretär: Eine gemeinsame Lösung bei Grossanlässen sei das Ziel, aber wenn es Differenzen gebe, müsse man auch mit unterschiedlichen Regelungen leben. Zudem betont Bürki, dass Sportanlässe wie Fussballspiele beim BAG nicht direkt unter Grossanlässe aufgeführt seien.

Bei aller Verwirrung, klar scheint: Gallatis Gesundheitsdepartement macht seinen Beschluss zum FC Aarau und zu anderen Grossanlässen nicht abhängig von den Vorstellungen der Nachbarkantone und will eigenständig entscheiden. (roc)

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Lüften!

Fred
schrieb am 21.10.2020 11:58
Sehr geehrter Herr Bühler,
immer locker bleiben! Ich habe einen Rat für Sie: Fenster öffnen, gut durchlüften. Hilft auch zur Entspannung!

Herr Galatti

Ueli Bühler
schrieb am 21.10.2020 10:43
Das Sprichwort trau niemals einem Politiker, hat sich in Ihrem Fall auf ganz tragische und auf eindrückliche Weise bestätigt. Kaum wurde die Wiederwahl bestätigt sind Sie Ihren Wählern in den Rücken gefallen. Ich hoffe für Sie, dass dieser Entscheid die Gastronomie und Club, sowie Bar Szene quasi zu einer Schliessung mit weitreichenden Folgen, wie Konkurs usw. nicht zum Bumerang wird. Eines ist sicher. Jeder der von den Massnahmen betroffen ist, wird Sie ganz sicherlich NIE mehr Wählen! Die Entscheidung Privatveranstaltungen unter 15 Personen auch mit einer Maskenpflicht und weiteren Schikanen zu belegen wird Sie in Zukunft noch sehr beschäftigen. Immer mehr Menschen Fragen sich, wieso die Politik einzig mit Schikanieren meinen die Pandemie in den Griff zu bekommen. Masken sine ein gutes Beispiel. Obwohl fast JEDER in der Schweiz gesehen hat im Kassensturz und im K-Tipp was diese Masken für einen Zweck haben. Reiten die Politiker in der ganzen Schweiz gefallen daran zu finden die Menschen mit diesen unnützen Lappen Quälen zu müssen! Es wird eine Art Russisches Roulette gespielt mit der Gesundheit der Menschen. Wer Glück hat kauft eine Maske die schützt. Ich würde die Chance etwa 50 zu 50 schätzen eher tiefer.
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