Das Steuersoftware-Rückgrat wird 25 Jahre alt und muss weiterentwickelt werden

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Symbolbild (Archiv)

1995 löste Microsoft die DOS-Welt durch Windows 95 ab. Genauso alt ist die Steuersoftware, welche der Kanton betreibt und seinen Gemeinden zur Verfügung stellt. «Diese Applikation ist das Rückgrat unseres Steuerbezugs und damit von grösster Wichtigkeit», sagt Hans-Ruedi Hottiger, Zofinger Stadtammann und Finanzvorstand. Als Grossrat kennt er das Problem auch aus kantonaler Warte: «Die Steuersoftware dient den Gemeinden und dem Kanton, weshalb sich beide an der Weiterentwicklung finanziell beteiligen müssen.» Grob skizziert veranlagen die Gemeinden natürliche Personen, der Kanton hingegen die Unternehmen. Eine Verzahnung der Software ist da zwingend. 

Um welche Beträge es bei der Software-Weiterentwicklung geht, schrieb kürzlich die Gemeinde Vordemwald in einer Mitteilung: Ab 2021 steigt der Kostenanteil pro steuerpflichtige Person von 2.40 auf 3.35 Franken – im Jahr. Bei 1100 Steuerpflichtigen in Vordemwald sind 1045 zusätzliche Franken ins Budget aufzunehmen. Achtung: Die 95 Rappen gelten nicht für alle Gemeinden. «Die finanzielle Beteiligung der Gemeinden ist nach Anzahl Steuerpflichtiger gestaffelt», sagt Kilian Nöthiger. Er ist Leiter des Zofinger Steueramts und gehört der kantonalen Fachgruppe für die Weiterentwicklung der Steuerapplikation an. 

Was an der aktuellen Software ist veraltet? «Sie lässt sich beispielsweise nicht in einen E-Service einbinden und ist auch sonst technisch überholt.» So sei es sehr aufwendig, Änderungen im Steuerrecht in die Veranlagungssoftware zu übernehmen. 

Eine eigene Lösung rechnet sich nicht mehr 

Müssen die Gemeinden eigentlich mitmachen? Im Mai 2018 hat ja der Regierungsrat mit seiner Idee, den Steuerbezug der Gemeinden beim Kanton zu konzentrieren, Schiffbruch erlitten. «Nein, einen Zwang gibt es nicht», sagt Nöthiger. «Aber auch für die grösste Gemeinde im Kanton – Aarau – rechnet sich eine eigene Software nicht mehr.» Den Skaleneffekt spricht auch Stadtammann Hottiger an, aber auch das Thema Qualität – beides spricht aus seiner Sicht zudem für grössere Steuerämter. 

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