Trotz 6-Millionen-Defizit keine Steuererhöhung in Sursee

Sursee16.jpg
Sursee geht es finanziell nicht gut. Bild: Pius Amrein/LZ

Der Stadt Sursee stehen magere Jahre ins Haus: Für 2021 budgetiert der Stadtrat ein Defizit von fast 6 Millionen Franken. Auch in den folgenden drei Jahren bleiben die Zahlen rot. Wegen der Coronakrise verzichtet die Stadt aber auf eine Steuererhöhung. Bei einem Gesamtaufwand von 115,25 Franken resultiert ein Minus von 5,9 Millionen Franken, wie der Stadtrat gestern mitteilte. Im Aufgaben- und Finanzplan 2020–2023 war für das kommende Jahr noch ein Minus von 3,5 Millionen Franken vorgesehen gewesen. Das budgetierte Defizit liegt zudem 2 Millionen Franken höher als der Voranschlag 2020. In den Jahren 2022 bis 2024 fehlen ebenfalls jährlich rund 6 Millionen Franken. 

Die Auswirkungen der Aufgaben- und Finanzreform (AFR18) seien negativer als prognostiziert. So treffe etwa die Anpassung der Ergänzungsleistungen den Haushalt stark, hält der Stadtrat fest. Neben den Ergänzungsleistungen steigt 2021 auch die Restfinanzierung in der Pflege an. Teurer kommt die Stadt zudem die Bildung zu stehen wegen der kantonalen Veränderung beim Wochenpensum des Lehrpersonals. Die Steuereinnahmen fallen rund 1 Million Franken tiefer aus. 

Stadt rechnet mit Einkommenseinbussen 

Trotz Coronakrise hätten viele in Sursee ansässige Firmen keine markanten Umsatzeinbrüche prognostiziert. Bei den natürlichen Personen rechnet die Stadt dagegen mit Einkommenseinbussen. Um Privatkonsum und Firmeninvestitionen nicht einzuschränken, verzichte man aber auf eine Steuererhöhung. 

Die Nettoinvestitionen sind mit 17,7 Millionen Franken veranschlagt. In den nächsten Jahren stehen grössere Investitionen an, etwa für das neue Sek-Schulhaus, den Bushof, das Alterszentrum, verschiedene Strassenprojekte sowie den Hochwasserschutz. 

Verschuldung von Sursee nimmt zu 

Die Verschuldung der Stadt nimmt entsprechend zu, die Abschreibungen würden den Handlungsspielraum der Stadt weiter einschränken, hält der Stadtrat fest. Die Investitionsvorhaben seien daher zu hinterfragen und sorgfältig zu planen. Über das Budget und den Aufgaben- und Finanzplan befinden die Stimmberechtigten am 20. Dezember an der Urne. Die Gemeindeversammlung ist wegen der Pandemie abgesagt. (sda) 

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Andreas Meier AG
Chauffeure (m/w) Kat. C, Mitarbeiter, Niedergösgen
Berner AG Printline
Gestalter/in Werbetechnik EFZ, Mitarbeiter, Aarau
Chiffre CD-001/00358, ZT Medien AG
Mitarbeiterin im Pflegedienst, Mitarbeiter,
Ernst Gerber AG
Mechaniker für PW/LKW, Mitarbeiter, Roggwil
Home Instead Seniorenbetreuung
Teilzeitstelle im Stundenlohn, Mitarbeiter,
Schlossgarage AG W. Schärer
Automobilmechaniker / - Mechat, Mitarbeiter, Thörigen
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner