«Das ist verantwortungslos» – SP-Nationalrätin Suter will Bewilligung für FC Aarau rückgängig machen

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Gabriela Suter (SP) ist besorgt wegen des FCA-Spiels. © Alex Spichale

Auf Facebook schreibt Gabriela Suter heute Freitag: «Positivitätsrate 26.5%. Bei aller Liebe zum FC Aarau: In dieser Situation morgen Samstag einen Match mit 2'400 Personen zuzulassen, ist verantwortungslos. Der Aargauer Regierungsrat und die Kantonsärztin müssen handeln und den Entscheid rückgängig machen!»

 

Der Kanton verteidigte (Stand Donnerstagabend) seine Bewilligung für den FC Aarau. Werde das Schutzkonzept befolgt, drohe kein grosser Ausbruch. Der kantonsärztliche Dienst hat am Mittwoch dem FC Aarau die Bewilligung für ein Heimspiel gegen Xamax mit über 1000 Zuschauern im Stadion Brügglifeld erteilt. Trotz steigender Infektionszahlen erlaube die epidemiologische Lage die Durchführung des FCA-Spiels, sagte Michel Hassler, Sprecher des kantonalen Gesundheitsdepartements, am Donnerstag. 

Fordert eine einheitliche Lösung

 

Auf Anfrage der AZ erklärt Gabriela Suter: Sie kenne die Platzverhältnisse im Brügglifeld gut. «Ich mache mir Sorgen, denn die Leute reisen oft in Gruppen an, gehen vorher noch in die Stadionbeiz und tragen dabei wahrscheinlich nicht konsequent Masken.  Zudem ist das Contact Tracing im Aargau überlastet.» Sie sehe auch, dass Reisende im Zug ihre Masken nicht immer vorschriftsgemäss tragen. Dass man den Veranstaltern entgegenkommen wolle, das verstehe sie. Doch der Schutz und die Gesundheit der Bevölkerung müsse an erster Stelle stehen. Es brauche nun sofort schweizweit eine einheitliche Lösung und Planungssicherheit für die Veranstalter.

Erstmals über 6000 Neuansteckungen

Lukas Pfisterer, Präsident der FDP Aargau, sieht es anders als Suter. Auf Anfrage sagt er: «Fussball findet draussen statt, das rechtfertigt – Stand jetzt – eine Bewilligung, solange die Vorschriften eingehalten und die Schutzkonzepte konsequent umgesetzt werden.»

Das BAG meldete heute Freitag mit 6634 neuen Fällen erstmals über 6000 pro Tag. 

Während der Kanton Zürich heute beschlossen hat, Grossveranstaltungen zuzulassen, verbietet Solothurn Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen vorläufig bis zum 31. Januar.

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