Ohne Kreativität auch kein Lohn für den SC Zofingen

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Almedin Hodzic (M.) und der SC Zofingen taten sich gegen defensiv kompakte Grenchner schwer. (Bild: Otto Lüscher)

Acht Gegentore hat der SC Zofingen in seinen bisherigen zehn Meisterschaftspartien kassiert. Besser ist in diesem Herbst in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 nur eine Mannschaft: der FC Grenchen, der bei seinen neun Auftritten nur vier gegnerische Treffer zuliess.

Was also passiert, wenn sich diese beiden Klubs gegenüberstehen? Richtig, die Begegnung endet mit einem torlosen Unentschieden. In etwa so lässt sich das Heimspiel der Thutstädter, das am vergangenen Samstag mit 0:0 endete, salopp zusammenfassen.

Keine Lücke im Grenchner Abwehrbollwerk gefunden
Der SC Zofingen nahm von der ersten Minute an die aktivere Rolle ein. Mit ein, zwei gepflegten kurzen Pässen über die Seiten stiess die Mannschaft von Trainer Hansruedi Birrer regelmässig in die gegnerische Hälfte vor. Spätestens bei der Strafraumgrenze verliefen die Zofinger Angriffsbemühungen aber im Sand, weil das nötige kreative Element fehlte, um eine Lücke in der kompakten Grenchner Abwehrreihe zu finden.

Die Solothurner Gäste beschränkten sich derweil vornehmlich auf eben jene Absicherung ihrer Defensive und traten offensiv lediglich durch Cédric Rihs (13. und 30. Minute) gefährlich in Szene. Damit trug der FC Grenchen seinen Teil zum fussballerisch wenig berauschenden Nachmittag bei. «Aus den letzten drei Partien vor der Winterpause haben wir uns eigentlich mehr ausgerechnet», zeigte sich SCZ-Torhüter Jeff Bossert konsterniert. Man habe gesehen, dass Grenchen wenig Tore schiesst und ebenso wenig erhält. «Es ist schwierig, gegen ein Team zu spielen, das so hinten reinsteht, aber Grenchen hat das gut gemacht», sagte er.

Spielerisch stimmt es, in punkto Chancen nicht
Allem Lob zum Trotz missfiel Bossert das Abschneiden seiner Vorderleute in der Offensive. Nachdem FCG-Torhüter Jeffrey Grosjean in der 8. Minute aus kurzer Distanz Anel Hodzics Abschlussversuch parierte, kam einzig Marco Schwegler bei seinen Schüssen in der 75. und 85. Minute dem Führungstreffer nahe. «Wenn wir in der ersten Halbzeit das Tor machen, würde die Partie anders aussehen. Spielerisch war es von unserer Seite in Ordnung und wir stehen stabil, müssen uns aber mehr Chancen erarbeiten», sagte Bossert. Deshalb dürfe sich der SCZ nicht über die Punkteteilung beklagen. «Wir hätten uns belohnen können, haben das aber nicht gemacht», sagte er.

So mochte sich Jeff Bossert auch nicht wirklich über seinen sauber gehaltenen Kasten freuen. «Das ist schön und stärkt mein Selbstvertrauen, ist aber sekundär», meinte er, «wichtig sind die Punkte auf dem Platz.»

Zofingen - Grenchen 0:0
Trinermatten. – 149 Zuschauer. – SR: Roux.
Zofingen: Bossert; Lenzin, Kryeziu, Sieber, Corti; Almedin Hodzic; Schwegler, Manuel Weber, Michael Weber, Freyenmuth (79. Scioscia); Anel Hodzic.
Grenchen: Jefferey Grosjean; Ledesma (55. Sperisen), Schläppi, Bagashovski, Feuz (74. Salas); Poljak (67. Essomba), Aliu, Shaqiri (83. Asamoah), Nussbaumer; Rihs; Mbemba.
Bemerkungen: Zofingen ohne Yigit und Ott (beide verletzt). – Verwarnungen: 43. Lenzin, 58. Bagashovski, 75. Michael Weber, 89. Rihs (alle Foul).

Alle Resultate und die Tabelle der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 finden Sie hier.

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