«Wir wollen möglichst vorsichtig sein»: AFV empfiehlt kein Hallentraining

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Junioren unter 16 Jahren dürften weiterhin trainieren, der AFV empfiehlt jedoch, dass die Vereine darauf verzichten. (Bild: Andrea Stalder)

Zweieinhalb Monate nach dem Start der 2.-Liga-Saison herrscht im Aargauer Amateurfussball wieder Ernüchterung. Der Bundesrat hat bei seiner Pressekonferenz am Mittwoch bekanntgegeben, dass Kontaktsportarten im Amateurbereich bis auf weiteres verboten sind. Damit dürfen auch zum ersten Mal seit Mai keine Trainings mehr stattfinden.

Beim Aargauischen Fussballverband (AFV) sind rund 18000 lizenzierte Spieler aus 85 Vereinen davon betroffen. Auch die beiden Erstligisten FC Baden und FC Wohlen sowie die Vertreter der 2. Liga inter wie der SC Zofingen oder der SC Schöftland müssen den Betrieb einstellen.

«Dürfen uns nicht beklagen»
Überrascht vom Entscheid ist AFV-Geschäftsführer Hannes Hurter nicht: «Wir mussten mit diesen Massnahmen rechnen. Wir schätzen uns sogar eher froh, dass wir 98 Prozent der Partien durchgebracht haben. Wenn ich da an andere Verbände denke, dürfen wir uns nicht beklagen.» Und dennoch blutet auch beim AFV das Herz: «Es schmerzt, dass jetzt gar nicht mehr gekickt werden darf. Voraussichtlich werden wir die Hallensaison aussetzen müssen.»

Gemäss Hurter empfiehlt der AFV auch, dass die Vereine auf das Training mit den Junioren unter 16 Jahren verzichten, obwohl dies noch erlaubt wäre. «Wir wollen möglichst vorsichtig sein, um unseren Teil beizutragen, dass wir möglichst schnell und glimpflich wieder aus dieser Situation rauskommen. Beim Training in der Halle herrscht jeweils reger Betrieb. Genau das wollen wir unterbinden.»

Der Verband steht nun vor administrativen Herausforderungen: In der 2. und 3. Liga sollen die restlichen Partien der Herbstrunde noch vor Beginn der Rückrunde im kommenden Frühling absolviert werden. Auch die sportlich relevanten Spiele der 4. Liga möchte der AFV dann nachholen. «Es wird zu Verschiebungen kommen. Aber wir gehen davon aus, dass wir mit der Saison bis zum Juni durchkommen werden. Nicht zuletzt, weil uns die Entwicklung im vergangenen Frühling etwas Zuversicht gibt.»

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