Tierschutzfall Oftringen: Staatsanwaltschaft beantragt unbedingte Freiheitsstrafe

805_354538_Oftringen_Schaf2.jpg
Bild: Kantonspolizei Aargau

Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm wirft dem Beschuldigten unter anderem mehrfache vorsätzliche und mehrfache fahrlässige Tierquälerei sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte vor. Letzteres deshalb, weil der Beschuldigte im April 2019 bei einer Kontrolle des Veterinärdienstes den Kontrolleuren den Zugang zum Stall der Legehennen verwehrt und ihnen mit einem Holzknüppel gedroht haben soll. Die Vorwürfe der Tierquälerei beziehen sich auf die gesamte Tierhaltung des Beschuldigten: auf die Schaf- und Ziegenhaltung, die Hühnerhaltung und auch auf die Haltung der Haustiere. 

Herumliegende scharfkantige Drahtgeflechte im Gehege 

Bei der polizeilichen Kontrolle vom 4. Februar 2020 waren etliche tote und zum Teil in sehr schlechtem Zustand befindliche Tiere festgestellt worden. Die Schafe und Ziegen wurden in einem Gehege gehalten, in dem geeignete Fütterungseinrichtungen fehlten; die vorhandenen Futterkrippen waren zum Teil mit Mist gefüllt. Zudem lagen im Gehege Glasscherben, Holzpfähle und scharfkantige Drahtgeflechte herum. Ein Schaf war qualvoll verendet, weil es sich in einem solchen Drahtgeflecht verfangen hatte. Den Hühnern standen weder Wasser, Futter noch genügend geeignete Nester für Legehennen zur Verfügung. 

Auch die Hunde undKatzen des Beschuldigten wurden anlässlich der polizeilichen Kontrolle in einem stark vernachlässigten Zustand vorgefunden. Angeklagt sind auch Widerhandlungen gegen das Tier-schutzgesetz, die der Veterinärdienst im Frühling und Sommer 2019 feststellte: unter anderem Vernachlässigung der Wollschafe, weil sie trotz Verfügung des Veterinärdienstes über längere Zeit und bei sommerlichen Temperaturen nicht geschoren worden waren. Die Staatsanwaltschaft hat den Beschuldigten deswegen im November2019 per Strafbefehl verurteilt, wogegen er Einsprache erhoben hat. Der Beschuldigte macht geltend, durch die langjährige und intensive Pflege seiner hochbetagten Mutter sowie deren Tod mit der Tierhaltung überfordert gewesen zu sein. Der 58-Jährige ist wegen Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetzvorbestraft. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 10 Monaten und eine Busse von 3000 Franken. Die Anklage ist am Bezirksgericht Zofingen hängig. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Geldbussen bringen generell nichts...

Michael Oelting
schrieb am 14.11.2020 08:15
...wenn hinter den Tätern finanzstarke Lobbyisten stecken. Geldbussen bringen nur dann was, wenn der Täter zum einen nicht reich ist und zum anderen sichergestellt ist, dass das Geld auch vom Täter persönlich bezahlt wird, nicht etwa vom Vater, Erbonkel, Arbeitgeber usw. Dazu müssten aber sämtliche Finanzflüsse des Täter kontrolliert werden, was aber unsere Datenschützer und sonstigen hirnamputierten Gutmenschen auf die Palme bringt. Unsern Behörden ist es aber egal, von wem das Geld kommt, Hauptsache es kommt überhaupt. Haftstrafen dagegen kann nur der Täter persönlich absitzen, kein Stellvertreter. Vor Haftstrafen schrecken die Behörden häufig zurück, wenn dadurch ein Täter aus dem Hochlohnsegment seine Arbeit verliert, dadurch erleidet der Staat Steuereinbussen. Leute die in unserem Bünzlistaat keiner Arbeit (mehr) nachgehen (Rentner, Invaliden, Sozialhilfeempfänger) werden dagegen selbst für kleinste Vergehen und sogar jede kleinsten Abweichung vom Mainstream (eigentlich Füdlibürgertum) einfach weggesperrt, vermutlich deswegen, weil "überarbeitete" Polizisten, Staatsanwälte und Richter einem die Freizeit missgönnen.

gots no

pia gut
schrieb am 10.11.2020 06:20
Ich möchte wissen, was das für Leute
sind die bei der Abstimmung anklicken
"übertrieben." Wissen diese, was der all seinen
Tieren angetan hat. Schafe, Hühner, Hunde,
Büsis. Ich denke nicht. Oder sie behandeln ihre
Tiere auch schlecht. Schämt Euch!!!!

"beantragt"!!

Claudia L.
schrieb am 09.11.2020 16:13
liebe Karo, liebe Pia - beantragt wurde eine unbedingte Freiheitsstrafe aber glaubt ihr wirklich allen Ernstes, dass ein Richter das auch durchwinkt?! wenn man schon einem Exhibitionisten (84jährig entblösste sich mehrfach vor jungen Mädchen - letzte Woche in den Medien) mit ein paar Fränkli und einem "du du du ! machst das bitte nicht wieder gell" heim schickt, dann gibt es doch für diese armen Tierseelen keine Gefängnisstrafe. da wird nie und nimmer ein Exempel statuiert wird. never ever.

Richtig! und jetzt auch durchsetzen!

Karo L.
schrieb am 09.11.2020 15:15
Endlich einmal wird ein Entscheid zu Gunsten der armen Tiere gefällt!!
Die Busse ist zwar ein Witz (sorry, aber CHF 3000 ist doch kein Betrag), allerdings eine Gefängnisstrafe wird hoffentlich etwas in der Bevölkerung wachrütteln.
Es ist schrecklich zu sehen, wie teilweise mit den Tieren umgegangen wird!
Es nutzt den armen Tieren, die elendiglich gestorben sind, leider nichts mehr, aber hoffentlich gehen jetzt andere, die Tiere halten, ohne sich wirklich um sie zu kümmern, auch über die Bücher. Von denen gibt es nämlich noch viele... leider viel zu viele.
Ich hoffe, dass eine Gefängnisstrafe nun doch abschreckt und ihre Wirkung zeigt.
Mehr davon!!

Richtig! und jetzt auch durchsetzen!

Karo L.
schrieb am 09.11.2020 15:15
Endlich einmal wird ein Entscheid zu Gunsten der armen Tiere gefällt!!
Die Busse ist zwar ein Witz (sorry, aber CHF 3000 ist doch kein Betrag), allerdings eine Gefängnisstrafe wird hoffentlich etwas in der Bevölkerung wachrütteln.
Es ist schrecklich zu sehen, wie teilweise mit den Tieren umgegangen wird!
Es nutzt den armen Tieren, die elendiglich gestorben sind, leider nichts mehr, aber hoffentlich gehen jetzt andere, die Tiere halten, ohne sich wirklich um sie zu kümmern, auch über die Bücher. Von denen gibt es nämlich noch viele... leider viel zu viele.
Ich hoffe, dass eine Gefängnisstrafe nun doch abschreckt und ihre Wirkung zeigt.
Mehr davon!!

Finde ich auch gut Frau Gut

Ueli Bühler
schrieb am 09.11.2020 13:11
Leider ist es vielfach so dass die Gefängnisstrafen unter 2 Jahren meistens auf Bewährung ausgesprochen werden. Bei einem 58 Jährigen ist mit der Kindheit zu Argumentieren aber eher nicht zu rechnen.

super

pia gut
schrieb am 09.11.2020 12:17
Es ist das erste mal, dass ich lese dass ein Gericht Gefängnis
fordert für einen Tierquäler. Ich hoffe sehr, dass das Gericht
bei dieser Strafe nicht abweicht.
Meistens wird ein Entscheid der gekippt wurde damit begründet,
psychische Probleme, schwere Kindheit usw.
Leider ist es für die wehrlosen Tiere an deren Tod er schuldig ist
kein Trost.
Für mich persönlich ist es eine Genugtuung. Ich denke er hätte
dann genug Zeit zum überlegen was er verbrochen hat.
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Andreas Meier AG
Chauffeure (m/w) Kat. C, Mitarbeiter, Niedergösgen
Berner AG Printline
Gestalter/in Werbetechnik EFZ, Mitarbeiter, Aarau
Chiffre CD-001/00358, ZT Medien AG
Mitarbeiterin im Pflegedienst, Mitarbeiter,
Ernst Gerber AG
Mechaniker für PW/LKW, Mitarbeiter, Roggwil
Home Instead Seniorenbetreuung
Teilzeitstelle im Stundenlohn, Mitarbeiter,
Schlossgarage AG W. Schärer
Automobilmechaniker / - Mechat, Mitarbeiter, Thörigen
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner