Künftiger Polizeidirektor Dieter Egli zum Todesschuss von Suhr: «Ein solcher Fall ist extrem tragisch»

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Dieter Egli, Präsident des Polizeiverbands ab dem 1. Januar 2021. © Alex Spichale

«Ein solcher Fall ist extrem tragisch, sowohl für die Angehörigen des Opfers, wie auch für den Polizisten und sein Umfeld», sagt SP-Grossrat Dieter Egli, der auch Präsident des Kantonspolizeiverbandes ist. Ab dem kommenden Jahr sitzt Egli im Regierungsrat und übernimmt dort das Innendepartement, dem auch die Polizei angegliedert ist.

«Zum Glück kommt es sehr selten vor, dass Polizistinnen und Polizisten ihre Dienstwaffe einsetzen müssen, in meiner Amtszeit als Präsident des Verbandes Kantonspolizei Aargau ist Suhr der erste solche Fall», hält Egli weiter fest. Zuvor gab es den Einsatz der Spezialeinheit Argus in Wohlen, der zu einem jahrelangen Gerichtsverfahren führte.

Polizeipsychologe steht zur Verfügung

«Wichtig ist jetzt die Betreuung des Polizisten, der geschossen hat, und seiner Kolleginnen und Kollegen», betont Egli. Dafür gebe es bei der Kantonspolizei einen Polizeipsychologen, der bei Bedarf in Anspruch genommen werden könne. Wie ein Polizist mit einer solchen Situation umgeht, ist laut Egli sehr individuell. «Beim Polizeiverband gibt es kein definiertes, spezifisches Vorgehen, wir werden den Fall aber sicher im Vorstand besprechen und unsere Hilfe anbieten», kündigt er an.

«Ob der Einsatz der Waffe verhältnismässig war, kann ich nicht beurteilen, weil ich die Details des Einsatzes nicht kenne», hält Egli auf Nachfrage zum Fall Suhr fest. Dies zu klären, sei nun Sache der Ermittlungsbehörden.

SVP-Grossrat und Polizist Roland Vogt fordert, alle Regionalpolizeien im Aargau mit sogenannen Tasern auszurüsten. Egli sieht dies kritisch: «Die Frage, ob die Polizei mit Tasern ausgerüstet werden sollte, damit in einer solchen Situation nicht die Dienstwaffe zum Einsatz kommt, sollte nicht anhand eines Einzelfalls beurteilt werden.» Ein weiteres Einsatzmittel könne auch Schwierigkeiten mit sich bringen, zum Beispiel bei der Entscheidung, welches Mittel in welche Situation eingesetzt werden solle, gibt er zu bedenken.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Polizeilicher Schusswaffeneinsatz

Ein "Ehemaliger"
schrieb am 19.11.2020 17:30
Der Fall ist sehr eigen und ausserdordentlich zu bedauern.
Wie aus den Medien zu erfahren, waren mehrere Polizisten vor Ort im Einsatz und der tödlich getroffene Angreifer 68 Jahre alt.

Messerangriff-, gar Schusswaffen-Abwehr, steht in der Polizeiausbildung an erster Stelle. Training wird im Bereich Kampfsport vermittelt und laufend geübt.
Eine klärende Analyse vom sehr schwerwiegenden Vorfall erwarten nicht nur Betroffene.

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