Sind die Reitnauer Töff-verrückt?

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Archivbild ZT
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Mit 191,1 Motorrädern pro tausend Einwohner belegt die Gemeinde Reitnau punkto Töff-Mobilität Platz 2 im Kanton Aargau. Mehr Motos zählt einzig Mägenwil. Dort ist der Grund klar: Alle Elektro-Töffli der Post im Aargau sind am Standort des dortigen Verteilzentrums angemeldet. Aber Reitnau? Auch Tom Hochuli
ist ratlos. Er bietet in Reitnau Motorräder der Marke Ducati an und bringt Bikes «mit Schweizer Präzisionsarbeit auf Höchstleistungen». Die 191,1 Motorräder pro tausend Einwohner bedeuten in einer absoluten Zahl 271 Zweiräder. «Rund ein Zehntel davon gehören Kundinnen und Kunden von mir», sagt er. Und der grosse Rest? «Ich denke», sagt Hochuli trocken, «wir Reitnauer sind ‹verruckti Sieche›.» Auf der Gemeindeverwaltung nimmt der Lernende Tim Brodmann das Telefon ab. Kurze Beratschlagung mit dem Team. «Wir vermuten die ländliche Lage der Gemeinde und das eher dünne öV-Angebot als Gründe.» Er selbst, sagt Brodmann, sei vor seinem 18. Geburtstag mit einem 50-ccm-Roller zur Berufsschule gefahren. Schaut man allerdings in die per 30. September erhobenen Zahlen, ist die «Schnapsglasklasse» mit nur sechs Fahrzeugen vertreten.  

Insgesamt – vom LKW über das Personenauto bis hin zum Töff – hat sich der Aargauer Fuhrpark mit 573 210 registrierten Fahrzeugen auf einen neuen Höchststand vergrössert. Der Bestand stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,8 Prozent. Gesamtkantonal beträgt der Fahrzeugbestand pro 1000 Einwohner 766,4 (Zahlen zu den Gemeinden in der Tabelle). Im Kanton Luzern beträgt dieser Wert 743,3, in Solothurn 765,0.  

Zum Stichdatum 30. September finden sich in der Statistik auch Spuren der Corona-Krise – beispielsweise 9,9 Prozent weniger Cars. Und: Safenwil wies in der Vergangenheit einen absoluten Spitzenwert auf – wegen der Dienst- und Vorführfahrzeuge der Emil Frey AG. Deren Flotte ist geschrumpft. Dazu Geschäftsführer André Steiner: «Aufgrund der allgemeinen Lage – der Schweizer Fahrzeugmarkt ist per Ende Oktober um 27,1 Prozent eingebrochen – haben wir über alle Marken die Anzahl der Vorführwagen angepasst, was letztlich zu weniger Immatrikulationen geführt hat.» Safenwil arbeite leicht besser als der Gesamtmarkt, «dennoch können wir damit nicht zufrieden sein», so Steiner. «Als grosse Arbeitgeberin benötigen wir im Neuwagenverkauf ein Mindestvolumen – wir haben uns auf eine längere Durststrecke eingestellt und die nötigen Anpassungen getroffen.» 

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