Endlich belohnt sich der FC Aarau

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Marco Aratore (links) jubelt mit den Aarauer Torschützen Filip Stojilkovic und Petar Misic (rechts). (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Manchmal ist Fussball ganz einfach. Nach gut einer Stunde lanciert Liridon Balaj Filip Stojilkovic mit einem Pass in die Tiefe. Der Schweizer U21-Nationalspieler wittert seine Chance, sprintet in Richtung Winterthurer Tor und bezwingt Goalie Dario Marzino mit einem Flachschuss aus elf Metern. Es ist der zweite Saisontreffer von Stojilkovic, der seine Klasse und seinen Torinstinkt schon beim 2:1-Sieg in Schaffhausen unter Beweis gestellt hat.

Der FC Aarau führt gegen Winterthur nach 65 Minuten mit 2:1. Ist das schon der Schlusspunkt oder bäumt sich der Gegner nochmals auf? Obwohl es den Anschein macht, dass sich die Zürcher nicht mit aller Macht gegen die drohende
Niederlage wehren, bietet sich ihnen kurz vor Schluss doch noch die Chance zum Ausgleich. Aber Joker Andreas Wittwer verpasst das 2:2 in aussichtsreicher Position. Schliesslich ist es Joker Petar Misic, der den FC Aarau in der 92. Minute mit dem Treffer zum 3:1 erlöst.

Das verkorkste Jubiläum von Olivier Jäckle

Nach drei sieglosen Partien kehrt der FC Aarau also wieder auf die Siegesstrasse zurück. Und auch wenn sich die Mannschaft den Erfolg in erster Linie durch einen dominanten und überlegten Auftritt verdient, profitiert sie auch von der Tatsache, dass der Gast aus Winterthur in allen Belangen enttäuscht. Die Mannschaft von Trainer Ralf Loose ist harmlos, ja sie wirkt fast lustlos. Mit Ausnahme von Aushängeschild und Torschütze Davide Callà kann kein Spieler überzeugen.

Ist nach dem 3:1 gegen Winterthur alles gut aus Sicht des FC Aarau? Nein! Einen Wermutstropfen gibt es: Olivier Jäckle nämlich wird sein 250. Spiel im FCA-Dress nicht so schnell vergessen. Der 27-jährige Mittelfeldspieler sah in der 83. Minute nach einem taktischen Foul an Anas Mahamid die gelb-rote Ampelkarte. Der Denker und Lenker kommt momentan nicht auf Touren, ja er steckt sogar in einer Minikrise. Dem feinen Techniker und zentralen Mann im System von Trainer Stephan Keller unterliefen wie schon beim 0:1 gegen GC zu viele Fehlpässe ohne Not.

Der FC Aarau musste in der Schlussphase trotz Jäckles Platzverweis nicht gross zittern. Und es entsprach durchaus dem Spielverlauf, dass er zum vierten Sieg kam.

Kellers Team diktierte von Beginn an das Spiel, war in der Startviertelstunde die bessere Mannschaft und ging verdientermassen in Führung. Nach einem Freistoss von Balaj verlängerte Donat Rrudhani mit dem Kopf zu Jérôme Thiesson, der aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte. Es war das erste Tor des Innenverteidigers im FCA-Dress.

Der Winterthurer Ausgleichstreffer fiel dann wie aus dem Nichts. Samir Ramizi und Callà kombinierten sich auf der rechten Seite ungehindert in Richtung Fünfmeterraum und der frühere Aarauer hatte keine Mühe, Enzler zu bezwingen. Kurz darauf hatte der FC Aarau Glück, dass Callà aus bester Position am Goalie scheiterte.

Auch im zehnten Spiel der Saison nicht ohne Gegentor

In der zweiten Halbzeit plätscherte die Partie bis zur 65. Minute still und leise vor sich hin. Dann kamen der grosse Auftritt von Stojilkovic und das Schlussbouquet von Misic. Bleibt zu guter Letzt die Tatsache, dass sich der FC Aarau nach den drei sieglosen Spielen gegen Thun (0:1), Kriens (2:2) und GC (0:1) wieder einmal mit einem Dreier belohnte. Auffallend ist aber, dass die Aarauer auch im zehnten Spiel der Saison nicht ohne Gegentreffer blieben.

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