«Du Hund» ist noch harmlos: Andreas Glarner wird auf Instagram übel beschimpft – er reicht Anzeige ein

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Andreas Glarner wird auf Instagram wüst beschimpft. © Alexandra Wey/Keystone

Er kann wieder mitreden und darüber freut er sich. Er, Andreas Glarner, hat seine Corona-Erkrankung gut überstanden und ist wieder voll im Saft. Er ist wieder fit und ist dankbar, dass die Krankheit bei ihm einen «gnädigen» Verlauf genommen hat.

Glarner schreibt: «Strafanzeige ist unterwegs»

Nun sorgt ein Post auf der Facebookseite des SVP-Nationalrats für Aufsehen. Aber nicht etwa wegen Glarner selbst, sondern wegen eines Nutzers auf der Social-Media-Plattform Instagram. Der mutmasslich junge Mann beleidigt den Politiker übel – und zwar ohne, dass die beiden Personen vorher je Kontakt gehabt hätten.

Der Nutzer schreibt zunächst, dass Glarner seinen Account löschen soll, bezeichnet ihn als «Hund». Wenn sie sich einmal auf der Strasse begegnen würden, müsse der SVP-Politiker beten, dass er heil nach Hause komme. Zu viel für Andreas Glarner, wie seine nächste Nachricht zeigt. Er schreibt: «Strafanzeige ist unterwegs.»

Der Facebook-Screenshot zum Sachverhalt.

Der Facebook-Screenshot zum Sachverhalt. © facebook.com

Offensichtlich verunsichert diese Nachricht den Nutzer nicht. Sie veranlasst ihn sogar dazu, noch weiter zu gehen. Er wird in der Folge nochmals ausfällig – diesmal in Form von Beleidigungen. Eine davon ist «Du Rassist».

Nutzer hat Profil gelöscht

Beleidigungen gegenüber seiner Person haben Grenzen, wie er gegenüber der Aargauer Zeitung sagt: «Die Schwelle liegt bei der Gewaltandrohung.» Diese Schwelle wurde in diesem Fall klar überschritten und deshalb wird sich Andreas Glarner mit der Justiz in Verbindung setzen. Wenn er wollte, könnte er den ganzen Tag Leute verzeigen, aber das sei nicht sein Ziel. Er habe durchaus Besseres zu tun – und die Justiz auch. Er wolle sie deswegen nicht dauernd bemühen.

Glarner schreibt auf Facebook, dass er eine Belohnung in der Höhe von 1000 Franken aussetze, wenn er den Namen und die Adresse des Nutzers, der ihn beleidigt hat, erhält. Laut eigener Aussage habe er schon rund 50 Meldungen im Facebook-Messenger erhalten, ein Nachname sei mehrfach genannt worden. Glarner sagt: «Es dürfte ein Leichtes sein, diese Person zu finden.» Der Nutzer hat sein Instagram-Profil aber scheinbar gelöscht.

Glarner fragt sich ob der Jugend

Doch wie handelt eine Person wie Glarner, die sich durchaus auch exponiert, wenn sie in den sozialen Medien beleidigt wird? Der SVP-Politiker sagt: «Wenn ich beleidigt werde, gebe ich den Nutzern meistens zwei Stunden Zeit, um die Nachrichten zu löschen.» Mit dem Netzwerk Instagram hat er bislang wenig gute Erfahrungen gemacht, wie er weiter erklärt – in Bezug auf Beleidigungen gegen seine Person: «Das scheint dort eine regelrechte Brut zu sein. Da frage ich mich natürlich, ob das wirklich unsere Jugend ist.»

Er sei immer für einen Austausch, aber einen konstruktiven. Deshalb sagt Glarner: «Mit gewissen Leuten kann man sehr gut diskutieren, da entsteht ein vernünftiger Dialog. Aber wenn Gewalt angedroht oder gar das Leben bedroht wird, ist für mich die Schwelle überschritten.» Und deshalb wird Glarner gegen den Instagram-Beleidiger demnächst eine Anzeige einreichen.

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