Corona ist im Alltag angekommen: Mehr als die Hälfte kennt einen Fall im Umfeld

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Wer jemanden kennt, der an Covid-19 erkrankt ist, wird vorsichtiger, so die Studie. (Symbolbild) © Keystone

Noch im Frühling war Corona vor allem für Deutschschweizer vor allem ein Medienphänomen: Nur 14 Prozent kannten Ende März jemanden, der tatsächlich erkrankt war. Mit der zweiten Welle hat sich dies geändert: Nun haben 53 Prozent der Deutschschweizer Betroffene im privaten Umfeld. Diese Zahlen von Ende Oktober präsentierte die Forschungsstelle Sotomo am Freitag.

In der lateinischen Schweiz ist Corona gemäss dieser Umfrage erwartungsgemäss deutlich präsenter. In der Westschweiz kennen 66 Prozent eine Person, die erkrankt ist, in der italienischsprachigen Schweiz sind es gar 71 Prozent. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 57 Prozent. 

Laut Sotomo verändert dies die Einstellung der Betroffenen. Wer einen Fall im Umfeld habe, übernehme eher Verantwortung. Seit dem Sommer habe das Verantwortungsgefühl in der Bevölkerung entsprechend zugenommen. «Generell zeigt sich im Umgang mit Covid-19 ein zunehmendes Gefahrenbewusstsein im Vergleich zum Sommer, jedoch keine vollständige Rückkehr zur Situation zu Beginn der Pandemie», so das Fazit des Berichts.

Verhaltensregeln besser befolgt – mit einer Ausnahme: Homeoffice

Abgenommen hat dagegen das Vertrauen in die Behörden. Dieses sei während der ersten Welle im Frühling sehr hoch gewesen, habe sich aber bereits seit Ende Juli abgeschwächt, so der Bericht. Zuletzt hätten vor allem kantonale Behörden, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Bundesrat an Vertrauen eingebüsst. So hatte die Bevölkerung im März ihr Vertrauen in das BAG auf einer Skala von 1 bis 10 mit 9,9 angegeben. Ende Oktober lag es noch bei 7,5. Dabei erwarte mehr als die Hälfte, dass der Bund härter durchgreift.

Gleichzeitig würden die Verhaltensregeln des BAG immer besser befolgt. Eine Ausnahme bilde das Arbeiten im Homeoffice sowie das regelmässige Lüften. Für die Zukunft von Bedeutung sein könnte ein Befund des Berichts zur Impfbereitschaft: Diese ist seit Ende März von 59 Prozent auf 49 Prozent gefallen. Das bedeutet, dass nun nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung bereit wäre, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Sotomo hat die Umfrage im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit durchgeführt. Dieses will Einstellung und Verhalten der Bevölkerung untersuchen, um Rückschlüssse auf die eigenen Informationskampagnen zu ziehen. Diese werden gemäss Umfrage von 87 Prozent der Bevölkerung wahrgenommen, 76 Prozent erachten sie als angemessen und richtig, etwas mehr als ein Drittel wünscht sich dabei aber klarere Handlungsanweisungen durch das BAG.

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