Zofinger Transportunternehmen setzt neue Desinfektionsart ein

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Fahrer Fritz Oppliger ist überzeugt vom Kaltvernebelungs-Verfahren.

Die Walter Tschannen AG ist im gewerbsmässigen Personentransport tätig, begleitet Schulkinder in grösseren Fahrzeugen, fährt in Taxis Gäste zum Arzt – und transportiert dabei hin und wieder Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sein könnten. Um die Angestellten und die Kundschaft möglichst gut zu schützen, reagierte das Unternehmen zu Beginn der Corona-Pandemie und führte sofort in allen Fahrzeugen einen Schutz aus Plastik ein. Der Virenschutz trennt den Fahrgastraum vom Fahrer ab. Nun geht Geschäftsführer Markus Zinniker noch einen Schritt weiter.

Die Fahrzeugdesinfektion erfolgt neu mittels Kaltvernebelung. Das Unternehmen hat zwei Geräte angeschafft, um die Taxis , Schulbusse und Cars zu desinfizieren. Seit bald vier Wochen setzt die Walter Tschannen AG die Kaltvernebelung ein, mit der das Innere von Fahrzeugen bis ins kleinste Detail desinfiziert wird. Die Bakterien und Viren werden dabei gemäss Zinniker zu 99 Prozent vernichtet. Als Vergleich: Bei einer normalen Scheuerreinigung mit Desinfektionsmitteln sind es etwa 60 Prozent.

Das Verfahren wird in Ambulanzfahrzeugen angewendet

Bei der Kaltverneblung wird Wasserstoffperoxid mit Luftdruck ins Fahrzeug eingeblasen. Die feinen Aerosole, ein praktisch geruchsloser Nebel, schweben für eine gewisse Zeit in der Luft und desinfizieren den ganzen Innenraum und die Lüftung des Fahrzeugs. Die Materialien werden dabei weder nass noch angegriffen. Dieses Verfahren wird auch in Ambulanzfahrzeugen angewendet.

Obwohl die Anschaffung der Geräte teuer war – rund 8000 Franken hat die Walter Tschannen AG dafür investiert – ist Markus Zinniker davon überzeugt. «So können wir unseren Fahrerinnen und Fahrern sowie Fahrgästen maximalen Schutz bieten», sagt er. Es sei ein gutes Gefühl, wenn man bei Dienstantritt in ein sauberes, desinfiziertes Auto sitzen könne. «Zudem ist es sehr schnell erledigt und kann daher gut in den Arbeitsalltag integriert werden», sagt Zinniker. Vier bis fünf Minuten dauert das Desinfizieren eines Personenwagens, sechs bis neun Minuten bei einem Schulbus und gut zwölf Minuten für die Gelenkbusse.

Geschäftsführer will das Verfahren beibehalten

Jeweils nach Dienstschluss werden die Fahrzeuge kaltvernebelt. Auch die Büroräume des Unternehmens werden jetzt so regelmässig desinfiziert. «Bei den Mitarbeitenden kommen diese Massnahmen gut an», freut sich Markus Zinniker. Er wundert sich, warum diese Art der Desinfektion nicht auch beim öffentlichen Verkehr angewendet wird. Für ihn ist bereits jetzt klar, dass er die Kaltvernebelung auch nach der Pandemie weiter nutzen wird. Denn die nächste Grippewelle folgt bestimmt.

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