400 Tonnen Trauben: Luzerner Weinjahrgang 2020 ist von überdurchschnittlicher Qualität

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Die Trauben waren mehrheitlich gesund, reif und zuckerreich. (zVg)
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Die Erntegebinde wurden auch dieses Jahr gut gefüllt. (zVg)

Für die Luzerner Winzerinnen und Winzer verlief das Weinjahr 2020 mit einer kleinen Ausnahme ideal. Durch das schöne und trockene Frühjahr hatte die Vegetation der Reben schon bald einen grossen Vorsprung. So setzte die Blüte der Rebe bereits Ende Mai ein. Die kühle Witterung Anfang Juni, Schafskälte genannt, führte bei mittel und spät blühenden Sorten jedoch zu einer ungenügenden Befruchtung. Die Trauben waren kleiner und hatten weniger Beeren. Zudem verzögerte sich der Reifeprozess um bis zu zwei Wochen. Die Unterschiede in den einzelnen Rebbergen waren gross. Ein wüchsiger Sommer und ein phantastisch schöner September förderten die Entwicklung der reifenden Beeren. Ende August begann die lange Weinlese. Sie verlief infolge gesunder Trauben sehr speditiv und dauerte durch die Verzögerung bei der Blüte bis Anfang November.
 
Potenzial für einen guten Jahrgang

Beim Pinot noir (Blauburgunder) wurden im Durchschnitt 95 Grad Oechsle (Vorjahr: 94), beim Riesling-Silvaner 81 Grad Oechsle (Vorjahr: 75) gemessen. Den höchsten Wert erreichte die robuste Frühsorte Solaris mit 100 Grad Oechsle. Mit über 90 Grad Oechsle erreichten auch Sorten wie Cabernet Jura, Gamaret, Malbec oder Merlot Spitzenwerte. Die gemessenen Zuckergehalte befinden sich leicht über dem Niveau der vergangenen Jahre. Für einen Topjahrgang analog 2018 war der Oktober aber zu kühl. Durch den hohen Reifegrad, die guten Säurewerte und die kühlen Nächte im Herbst ist jedoch das Potential für sehr gute Weine gegeben.
 
Drittgrösste Erntemenge

Geerntet wurden rund 400 Tonnen Trauben. Das sind 7 Prozent weniger als im Vorjahr und 30 Prozent weniger als im Ausnahmejahr 2018. Durch die unsicheren Auswirkungen der Covid-19-Massnahmen auf den Weinmarkt und um Kontinuität am Markt zu gewähren, scheint eine Ernte in dieser Höhe und in dieser Qualität geradezu ideal. Obwohl die Nachfrage privater Kunden steigt, fehlen weiterhin Events und Grossanlässe. Die Höchstmengen für die AOC-Weine im Kanton Luzern wurde bei allen roten Sorten neu auf 1000 g/m² und bei den weissen Sorten wie gehabt auf 1200 g/m² festgelegt. Der Anteil der weissen Trauben ist mit 227 Tonnen deutlich höher als jener der roten Trauben mit 172 Tonnen. 97 Prozent der Menge wird zu Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung «AOC Luzern» verarbeitet. Der Rest wird als Schweizer Landwein vermarktet.
 
Die Weinlesekontrolle der Dienststelle Landwirtschaft und Wald erfasste 45 Sorten auf einer Fläche von 72.5 Hektaren. 33 Prozent der Rebfläche wird mit PIWI-Sorten (pilzwiderstandsfähig) und 15 Prozent nach den Richtlinien des biologischen Landbaus bewirtschaftet. Erhoben wurden 57 Weinbaubetriebe.

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