Die Reaktion des Goalies nach dem Abschiffer

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Er arbeitet ehrgeizig an sich: Silas Matthys. (Bild: freshfocus)

2, 2, 0, 2, 1, 1, 2, 2. Das ist die Anzahl Gegentore, die EHC-Olten-Goalie Silas Matthys in seinen letzten acht Auftritten kassiert hat. Zwölfmal musste sich der 28-Jährige in gut 470 Spielminuten geschlagen geben. Seine Fangquote: fast 95 Prozent. Das sind eindrückliche Werte. Kein Zweifel: Matthys gehört zu den besten Goalies der Swiss League. Auch wenn er selber nicht das Gefühl hat, «dass ich in den letzten Spielen überdurchschnittlich gut war. Das ist der Level, den ich von mit erwarte. Und ich kann sogar noch mehr rausholen. Es gibt immer wieder Sachen, die man verbessern kann.»

«Ein fruchtbarer Prozess für beide Seiten»

Am Innerschweizer liegt es definitiv nicht, dass der EHCO immer noch nicht so richtig in die Gänge gekommen ist. Im Gegenteil: Silas Matthys verleiht einer mitunter weiterhin rätselhaft inkonstanten Mannschaft die so wichtige Stabilität auf dem Goalieposten. Trotzdem mag er sich selber nicht in den Mittelpunkt rücken, sondern verweist vielmehr auf das allgemein verbesserte Defensivverhalten der Mannschaft: «Die Abstimmung untereinander klappt, das macht es auch für mich einfacher. Wenn wir uns gegenseitig besser finden und unterstützen, ist das ein fruchtbarer Prozess für beide Seiten.»

Gerade zu Beginn der Saison habe es immer mal wieder Missverständnisse gegeben. «Da waren wir bisweilen nicht alle auf derselben Wellenlänge auf dem Eis. Daran haben wir gearbeitet. Und konnten uns entsprechend verbessern.»

Dass Matthys angesichts seiner zuletzt blendenden Leistungen statistisch nicht der Top-Keeper der Liga ist, hängt vor allem mit einem Spiel zusammen: Die 5:8-Niederlage gegen den HC Ajoie am 9.Oktober, als er von 31 Schüssen nur deren 23 hielt. Es war für den Goalie, der im Sommer 2019 von den Ticino Rockets nach Olten gewechselt war, sprichwörtlich ein Spiel zum Vergessen. Aber er erinnert sich immer noch gut an diesen für ihn rabenschwarzen Abend, an dem die Pucks der Jurassier auf alle erdenkliche Arten und stets zu den ungünstigsten Zeitpunkten die Wege an ihm vorbei ins Tor fanden. «Ich versuchte, trotzdem, auch auf mentaler Ebene, immer im Spiel drin zu bleiben, nie aufzugeben. Weil die Mannschaft ja eigentlich einen tollen Match abgeliefert hat. Wir haben leidenschaftlich gekämpft, obwohl wir beim Blick auf das Resultat eigentlich schon längst hätten aufgeben können.» 1:6 lag der EHCO zwischenzeitlich hinten, kam nach einer furiosen Aufholjagd nochmals auf 5:6 heran, ehe Matthys im Gegenzug ein weiteres Mal hinter sich greifen musste.

Silas Matthys versucht aber auch, aus Niederlagen etwas Positives mitzunehmen. «Nach solchen Spielen muss man ehrlich mit sich selbst sein und analysieren, was man besser hätte machen können. Solche Niederlagen wecken bei mir sogar den grösseren Hunger, um noch härter zu trainieren, noch mehr zu investieren.» Dass die eindrückliche Serie von Spielen mit zwei und weniger Gegentoren nach jenem schwarzen Abend begann, ist also kein Zufall.

Der zweite Oltner Keeper ist noch in Quarantäne

Da sich Oltens zweiter Goalie, Simon Rytz, immer noch in Quarantäne befindet, wird Silas Matthys auch am Mittwochabend gegen La Chaux-de-Fonds im Tor stehen. Momentan kann man sich kaum vorstellen, dass Headcoach Fredrik Söder-
ström nach Rytz’ Rückkehr wieder zur gewohnten Rotation zurückkehrt. Dafür spielt Matthys derzeit schlicht zu gut. Er sagt bloss: «Ich nehme jedes Spiel, wie es kommt, und schaue auch nicht zu weit voraus. Und wenn ich weniger zum Einsatz komme, dann kann ich im Training dafür umso mehr investieren.» Und noch besser werden.

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