Auf diesem Portal sollen alle Amtsgeschäfte online erledigt werden können

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Der Gang zum Schalter wird in Zukunft nicht mehr nötig sein (Symbolbild Dominic Kobelt)

Online-Shopping und -Banking rund um die Uhr: Daran müssen sich heute auch die Gemeinden messen. Ein schöner Teil des Erwerbseinkommens fliesst in Form von Steuern zu ihnen und zum Kanton. Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Steuerzahlerinnen und -zahler an die digitalen Services: Sie wollen ihr Steuergeld nicht nur in Ausgaben wie Bildung, Gesundheit und Soziales investiert sehen. Sie erwarten auch Dienstleistungen, die sie unkompliziert von zu Hause aus abwickeln können. 

Der Staat Aargau, der wird digital fitter und fitter. Aber seine Gemeinden? «Wir haben derzeit in Kirchleerau nicht einmal das Angebot des E-Umzugs, also die mit einem Wohnsitzwechsel verbunden Meldungen online zu machen.» Dies sagt Erich Hunziker, Ammann der Gemeinde «Chilchlerb», wie die stolzen Einwohnerinnen und Einwohner ihren Ort nennen. Es könne nicht sein, dass Online-Angebote der Verwaltung im Aargau wohnsitzabhängig seien. «Aber kleinen Gemeinden fehlen dazu schlicht die personellen und finanziellen Ressourcen», sagt Hunziker, der auch SVP-Grossrat und Vorstandsmitglied der Aargauer Gemeindeammänner-Vereinigung ist. Deshalb ist Kirchleerau unter den 147 von 210 Aargauer Gemeinden, welche beim Projekt der Ammänner-Vereinigung des Kantons mitmachen. 

Die Kosten? Bis 2023 sind das 2,50 Franken pro Einwohnerin und pro Einwohner – und pro Jahr. In Kirchleerau war dieser Betrag Teil des Budgets 2021. Dies gilt auch für Zofingen, wie Hans-Ruedi Hottiger sagt. Er ist Stadtammann und Vizepräsident der Gemeindeammänner-Vereinigung. «Eine gemeinsame Lösung ist auch für eine grosse Gemeinde nur von Vorteil.» Auf einer einzigen Plattform sämtliche Amtsgeschäfte erledigen können – egal, ob diese die Gemeinde, den Kanton oder den Bund betreffen: So lautet das Ziel, welches sich das Projekt «Plattform Einwohnerportal» gesetzt hat. 

Steuererklärung künftig online nachverfolgen 

Was dürfen die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Gemeinden konkret erwarten? Zofingen zum Beispiel bietet schon heute einiges an – so auch ein Online-Einblick in Baugesuche. Ein Ziel des Einwohnerportals ist beispielsweise die Nachverfolgung der Steuererklärung. Digital eingereicht – künftig sogar via digitale ID unterschrieben – kann man mutmasslich ab 2023 den Bearbeitungsstand der Veranlagung nachverfolgen. 

Kirchleeraus Ammann Erich Hunziker glaubt, dass ein Einwohnerportal die Gemeindeverwaltungen spürbar entlasten wird. Dies sehen auch die Gemeindepersonalfachverbände so, die Teil der Trägerschaft, der neu gegründeten Fit4Digital GmbH, sind. 

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