Für eine saubere Zofinger Altstadt – aber nicht nur

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Die Abfallsammelwagen werden vom Werkhof zur Verfügung gestellt. Diese sind mit allen benötigten Arbeitsgeräten ausgestattet. Bild: zvg

Seit Mitte März sorgen in Zofingen Personen, die Sozialhilfe erhalten, für Sauberkeit in der Altstadt (siehe ZT vom 17. März). Sie leisteten während dieser Zeit rund 1200 Arbeitsstunden im Rahmen des Projekts «Altstadtreinigung und Littering». Dieses wurde gemeinsam von der Chance Z! und dem Werkhof lanciert und soll nun nach der erfolgreichen Pilotphase Anfang 2021 in den Regelbetrieb übergehen. Hervorgegangen ist das Projekt aus einem Postulat im Einwohnerrat. 

Ziel des Projekts ist, Personen, die Sozialhilfe erhalten, eine feste Tagesstruktur zu ­geben und sie wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Projekt lernen sie neue Aufgabengebiete kennen, stärken ihr Selbstwertgefühl und erarbeiten sich ein aktuelles Arbeitszeugnis sowie eine Referenz, was sie bei ihrer intensiven Arbeitssuche unterstützt. Die Teilnehmenden erhalten einen Arbeitsvertrag über den Verein Chance Z! und erwirtschaften einen Lohn, womit sie einen Beitrag zur Entlastung der Sozialhilfe leisten und gleichzeitig ihre eigenen Sozialhilfeschulden senken. 

Die Teilnehmenden am Projekt werden vom Werkhof eingearbeitet und betreut, die Personaladministration und die ­Begleitung der beruflichen Integration gewährleistet die Fachstelle Chance Z!. 

Als Einsatzgebiet für das Reinigungsteam war zu Beginn des Projekts nur die Altstadt vorgesehen. Von Montag bis Freitag sollten täglich zwei bis vier Personen aus dem Klientenpool des Vereins Chance Z! mit zwei Abfallsammelwagen des Werkhofs unterwegs sein. Aufgrund der guten Erfahrungen wurde das Projekt im August auch auf den Rosengarten und den Bahnhof ausgeweitet. 

Der Stadtrat hat nun eine positive Bilanz über das Pilotprojekt gezogen und entschieden, dieses im Januar 2021 in den Regelbetrieb zu überführen. Die jährlich wiederkehrenden Kosten belaufen sich auf rund 77 000 Franken. Für 2021 hat der Stadtrat den entsprechenden Nachtragskredit bereits genehmigt. Die jährlichen Kosten erscheinen auf den ersten Blick hoch. Zu beachten ist jedoch, dass davon ein grosser Teil durch geringere Sozialhilfeausgaben kompensiert wird. Dazu kommen die namhaften Einsparungen im Werkhof, denn dieser nimmt zwar Betreuungsfunktionen wahr, hingegen reduziert sich sein Reinigungsaufwand. Der Werkhof plant deshalb, ab Juli 2021 eine Vollzeitstelle nach einer Pensionierung nicht wieder zu besetzen. 

Integration in den ­Arbeitsprozess als Ziel 

Die Fachstelle Chance Z! hat die Arbeits- und Sozialintegration von langzeitarbeitslosen Klientinnen und Klienten der Sozialhilfe zum Ziel. Sie unterstützt und begleitet Menschen in der beruflichen Integration und vernetzt sich mit Arbeitgebenden aus der Region. Sie verfügt mit dem Verein Chance Z! über eine eigene Stellenvermittlung und kann so Personen aus dem Klientenpool direkt anstellen. Dadurch sind auch Kurzeinsätze für Firmen und Private ohne grösseren Personalaufwand möglich. (hz/zt) 

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