Weihnachtsmarkt in Reiden: Gewerbler machen das Beste aus den Umständen

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«Chnöri» (links), Joel und Tamara Muino am Stand des Hotels Sonne in einem ruhigen Augenblick.

«Möchten Sie heissen Tee probieren?», fragt Luzia Alt am Stand der Drogerie Solaris. Er steht vor der örtlichen Migros und ist Teil des ausserordentlichen Reider Gewerbler-Weihnachtsmarkts, der am Samstag coronabedingt entlang der Hauptstrasse stattfand. 

«Natürlich herrscht nicht die gleiche Atmosphäre wie sonst am Weihnachtsmarkt», sagt Alt. Aber angesichts der Umstände laufe das Geschäft nicht schlecht. Tatsächlich interessieren sich immer wieder Besucher für die Schafmilchseifen, Teemischungen und Duftöle, welche die Drogerie als Weihnachtsgeschenke verkauft. 

Richtig viele Leute stehen vor dem Stand des Hotels Sonne Schlange. Es ist Mittagszeit, die heissen Wurstweggen und hausgemachten Berliner sehen verlockend aus. «Wir sind sehr zufrieden», sagt Tamara Muino, die auch die hauseigenen Feinschmeckerprodukte vermarktet. «Es kommen immer wieder Besucher vorbei.» 

Ohne Samichlaus und Chöre 

Ebenfalls ein Magnet ist der Stand des Blumenhauses Müller, wo man sich mit einer Versicherung zusammengetan hat. Hier gibt es eine Feuerschale, über der sich die Besucher an diesem kaltgrauen Tag aufwärmen können. Am Stand erhältlich sind Gestecke, Marroni und Magenbrot. 

«Schade, dass der Samichlaus wegen Corona nicht kommen darf», sagt René Aeschlimann von der Mobiliar-Versicherung. Auch dass die Reider Chöre nicht wie ursprünglich geplant teilnehmen können, bedauert er sehr. 

Gesang und Bescherung hätten sicher noch mehr Stimmung und Laufkundschaft an den Gewerbler-Weihnachtsmarkt gebracht. Aber eigentlich sind die Schausteller mit den Frequenzen «angesichts der Umstände zufrieden». Zum Beispiel Yvonne Menz aus Mehlsecken, welche Delikatess-Schaumküsse verkauft. Die Leute kennen ihre Produkte, tauchen an ihrem Stand auf, decken sich für Weihnachten ein und verschwinden wieder. «Normalerweise sind wir zu dieser Zeit immer am Weihnachtsmarkt in Willisau und Zofingen», sagt Menz. Doch beide wurden in diesem Jahr wegen des Virus abgesagt. Also hält Menz nun ihre Produkte in der Heimatgemeinde feil. 

An einigen Ständen ist weniger los, weil sich das eigentliche Angebot in den geheizten Ladenlokalen dahinter befindet. Zum Beispiel bei der Bäckerei Hodel oder in der Sonne-Metzg von Simon Arnold, der den Gewerbler-Weihnachstmarkt organisiert hat. Hier lässt man die gebratenen «Reiderli» links liegen und deckt sich mit gutem Fleisch ein. So finden sich neben einigen Weihnachtsgeschenken auch gleich noch die Zutaten für ein Festessen in der Einkaufs­tasche. 

 

Traditioneller Adventsschmuck vor einem Gewerbebetrieb.
Anstehen fürs Zmittag am Gewerbler-Weihnachtsmarkt war nicht unüblich. Bilder: Markus Mathis
Johanna und Ueli Müller vom Blumenhaus Müller sowie René Aeschlimann (rechts) von der Mobiliar-Versicherung braten Marroni.
Diese Schaumküsse eignen sich als Weihnachtsgeschenk.
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