235 Kerzen brennen als Mahnwache für 235 Aargauer Corona-Todesopfer: Schärfere Massnahmen gefordert

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235 Kerzen brannten am Dienstagabend vor dem Regierungsratgebäude in Aarau (Fabio Barranzini)
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(Fabio Barranzini)

235 Kerzen brannten am Dienstagabend auf dem Aargauerplatz beim Regierungsgebäude in Aarau. Jede Kerze steht für ein Corona-Todesopfer im Kanton – gestern wurden sechs neue Todesfälle im Aargau gemeldet. Schon am Sonntag hatte eine Mahnwache vor dem Bundeshaus stattgefunden, dort brannten 4848 Kerzen. 

Die Idee der Corona-Mahnwachen wurde von Roman Bolliger und Simon Gehren lanciert. Die Mahnwache in Aarau haben Jemine Güttinger und Ralph Wunderlin koordiniert. Ziel der Mahnwachen ist, mit den Kerzenaktionen auf die weiter steigenden Todeszahlen aufgrund des Coronavirus aufmerksam zu machen.

In Aarau organisierte eine Gruppe die Corona-Mahnwache am Dienstagabend – ihre Forderung ist klar: Die Regierung muss mehr tun, um Todesopfer zu verhindern. Gerade im Aargau seien die Infektionszahlen hoch – der Kanton meldete am Dienstag 312 neue Infektionen – deshalb bestehe Handlungsbedarf, sagt Gehren zur AZ. «Ich bin kein Epidemiologe und sage nicht, welche Massnahmen nun nötig sind, aber es ist klar, dass die Zahlen stark sinken müssen», hält Gehren fest.

Die Kantone Baselland, Solothurn und Zürich haben am Dienstag ihre Massnahmen gegen das Coronavirus verschärft. Schon am Wochenende will der Bundesrat die Massnahmen schweizweit massiv verschärfen. Heute Mittwoch wollte die Aargauer Regierung über strengere Massnahmen beraten, morgen Donnerstag sollten sie bekannt gegeben werden. Nach der Ankündigung des Bundesrats am Dienstagabend dürfte dies nicht mehr nötig sein: Die vorgesehenen nationalen Massnahmen gehen über Einschränkungen der Kantone hinaus.

Gallati "nicht überrascht" über Pläne des Bundesrats

Der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati sagt auf Nachfrage der AZ: «Ich bin nicht überrascht, dass der Bundesrat nun landesweite Massnahmen vorschlägt.» Die Verschärfungen der einzelnen Kantone, die zwischen Sonntag und Dienstag beschlossen wurden, hätten zu einem Flickenteppich verschiedener Regeln geführt.

Gallati: «Ich hatte den Bundesrat gebeten, selber einheitliche Massnahmen zu erlassen, wenn er der Meinung sei, die Kantone würden ihre Aufgaben nicht erfüllen oder sich untereinander zu wenig abstimmen.» Dies dürfte mit den Verschärfungen, die ab dem 12. Dezember gelten sollen, nun passieren.

Inhaltlich kann sich Gallati noch nicht zu den geplanten nationalen Massnahmen äussern. «Wir werden diese heute Mittwoch im Regierungsrat besprechen und dann gegenüber dem Bundesrat dazu Stellung nehmen», sagt er.

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