«Was der Bundesrat vorhat, ist eine Katastrophe»: Schliesst Gastro-Präsident Lustenberger die «Krone» über die Festtage?

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Bruno Lustenberger, Gastro-Aargau-Präsident, sieht angesichts der neuen möglichen Sperrstunde schwarz für die Aargauer Gastronomen. © Alex Spichale

Die Stimmung unter den Aargauern Gastronomen ist drastisch gekippt. Bruno Lustenberger, Präsident von Gastroaargau und Geschäftsführer des Restaurant Hotel Krone in Aarburg, weiss selber nicht mehr weiter: «Was der Bundesrat vorhat, ist nicht korrekt. Es ist eine Katastrophe.»

Nachdem er viele Monate lang sehr zuversichtlich war für seine Branche, sieht er aufgrund der neuesten geplanten Massnahmen schwarz. Sollte die Sperrstunde ab 19 Uhr kommen und falle das Abendgeschäft weg, lohne es sich schlicht nicht mehr, ein Restaurant offen zu halten. Er sagt: «Zwischen 14 und 19 Uhr macht man keinen Umsatz.»

Die Entscheide und die «Salamitaktik» des Bundesrates machten Lustenberger wütend. Schliesslich hätten die Gastronomen Woche nach Woche immer wieder das umgesetzt, was ihnen vorgeschrieben wurde.

«Das einzig sinnvolle wäre ein Lockdown oder eine Öffnung. Jedoch besser ganz zu, als auf Raten zu schliessen. Der Gastropräsident warnt: «Nun werden noch viel mehr Betriebe den Konkurs anmelden müssen. Die Wirte werden umfallen.»

Er, der als Ansprechperson immer ein offenes Ohr für Aargauer Gastronomen hat, bekommt nun fast ausschliesslich wütende Stimmen zu hören: «Man hat jetzt einfach genug.»

Schliesst er sogar sein eigenes Restaurant?

Lustenberger gehen die Ideen aus: «Wenn mich die Wirte fragen, was sie nun tun sollen, weiss ich nicht mehr, was ich ihnen raten soll.» Einzelne Wirte aus dem Aargau hätten ausserdem angekündigt, sich einem Streik anzuschliessen.

Selbst für sein eigenes Restaurant zieht er eine Schliessung in Erwägung: «Wir haben bereits entschlossen, dass wir zwischen Weihnachten und Neujahr nicht mehr aufmachen.» Wenn die Sperrstunde kommt – und davon geht Lustenberger aus – macht er möglicherweise ganz zu. Es mache keinen Sinn mehr: «die Ungewissheit und die Unzufriedenheit unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist gross. Sie wollen arbeiten, aber die Arbeit geht uns aus.»

Die Lehrlinge gehen vergessen

Was Lustenberger zusätzlich wütend macht, ist, dass die Lehrlinge vergessen gehen: «Wir haben in der Schweiz 7000 Lehrlinge im Gastgewerbe. Was machen wir mit diesen?» Man habe sie vergessen.

Ausserdem hätten die Wirte um die Weihnachtszeit herum immer auch ein wenig eine Seelsorgerfunktion: «Es gibt viele Menschen, die niemanden haben und uns über die Festtage regelmässig besuchen. Das wird uns nun auch verboten.»

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