Die älteste Bewohnerin des Falkenhofs strickt mit 98 Jahren rekordverdächtig

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Frieda Spiegelberg konnte zwar keine Gäste empfangen, freute sich aber über viele Telefonate und Glückwünsche aus nah und fern. Bilder: mea
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Die geliebte «Lismete» hält die 98-Jährige auf Trab. Bilder: mea

Die älteste Bewohnerin im Seniorenzentrum Falkenhof Aarburg hat gestern Donnerstag, 10. Dezember, ihren 98. Geburtstag feiern können. Auch mit 98 Jahren zeigt Frieda Spiegelberg keine Ermüdungserscheinungen, vor allem wenn es ums Stricken geht. «Ich bin glücklich, dass ich noch stricken kann», sagt sie. Die geliebte «Lismete» hält sie auf Trab. Sie freut sich, wenn aus ihren zahllosen bunten «Blätzen» eine schöne Decke entsteht. Für ihr rekordverdächtiges Stricken hat sie schon vor Jahren «die goldenen Nadeln» erhalten.

Kein Ständchen und keine Besuche zum Geburtstag

Dass Besuche aufgrund der ­Corona-Schutzmassnahmen im Moment im Seniorenzentrum nicht möglich sind, macht auch ihr zu schaffen. «Es tut mir weh, dass ich den Geburtstag nicht mit meiner Familie feiern konnte», bedauert sie. Sie hatte auch gehofft, dass vielleicht die Musik ihr ein Ständchen spielen würde, hat sich Frieda Spiegelberg doch über Jahre in Aarburg für die Stadtmusik und andere Vereine engagiert und das Inkasso von Beiträgen und Spenden gemacht. Auch der offizielle Gratulationsbesuch des Gemeinderats konnte nicht stattfinden.

Ihr Neffe ruft aus Australien an

Frieda Spiegelberg ist mit Aarburg verwurzelt und der Kontakt mit den Leuten fehlt ihr derzeit sehr. Umso mehr schätzt sie in der aktuellen Situation Telefonanrufe, die sie mit der Aussenwelt verbinden, so etwa mit ihrem Sohn oder mit Nichten in Olten und Waldshut. Sie freute sich über Geburtstagswünsche von nah und fern, besonders auch über den Anruf von ihrem Neffen in Australien.

Was sie im «Falkenhof» vermisst, ist das gemeinsame Essen im Speisesaal und vor allem auch den Aufenthalt im Freien. Doch eigentlich gehe es ihr gut, sagt die rüstige Jubilarin, die momentan statt draussen mit ihrem Rollator im Gang spazieren geht. Ansonsten ist sie in ihrem Zimmer, strickt oder liest auch gerne die Zeitungen.

Seit mehr als 14 Jahren lebt sie nun im «Falkenhof», der über all die Jahre zu ihrem Daheim geworden ist. Ihr Geburtstagswunsch: «Gesundheit und dass ich noch bleiben und weiterstricken kann.» Und wie alle wünscht auch Frieda Spiegelberg, dass bald wieder Kontakte und Besuche möglich sein werden. (mea)

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