Zivilschutz packt im Alters- und Pflegeheim Sennhof mit an

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«Guetzle» wäre dieses Jahr ohne die Zivilschützer nicht möglich. Bild: Urs Schenker

Freitag, der 13. November, wurde seinem Ruf als Unglückstag gerecht – zumindest im Alters- und Pflegeheim Sennhof. Vor rund einem Monat fand das Coronavirus einen Weg in den «Sennhof» (wir berichteten). Innert Kürze mussten drei ganze Abteilungen isoliert werden. Rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 20 Mitarbeitende wurden seither positiv getestet. Schnell war der Heimleitung um Urs Schenker klar, dass sie den Virusausbruch nicht allein bewältigen konnte. Sie forderte Unterstützung beim Zivilschutz an. «Das hat glücklicherweise alles sehr schnell und unkompliziert funktioniert», sagt Heimleiter Urs Schenker. «Die Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz Region Zofingen ist vorbildlich». Seit dem 20. November sind mittlerweile sechs Zivilschützer im Einsatz – auch am Wochenende, noch bis mindestens am 24. Dezember. 

«Es ist eine ganz perfide Situation», erklärt Schenker. Die positiv getesteten Bewohner werden isoliert. Gerade im geschützten Wohnbereich eine schwierige Situation, da sich ein Demenzkranker je nach Grad der Krankheit nicht an Anweisungen halten kann. Die Isolation führt also zu einem erheblichen Mehraufwand für das Pflegepersonal. Gleichzeitig ist besonders das Pflegepersonal selbst vom Virus betroffen. Wen es erwischt, muss für zehn Tage in Isolation, danach zwei Tage symptomfrei sein, bevor es wieder an die Arbeit geht. «Bei den Rückkehrern zeigt sich, wie unterschiedlich die Auswirkungen des Virus sein können», sagt Schenker. Einige kämen zurück und seien putzfidel, andere hingegen seien zwar gesund, aber einfach nur schlapp und müde. 

Die Hilfe der Zivilschützer kommt da gerade recht. Sie können Arbeiten erledigen, die nicht zu den wichtigen, pflegerischen Aufgaben gehören. «Die ‹Zivis› helfen etwa bei den Mahlzeiten, welche nun dezentral ausgegeben werden, da der Speisesaal zu ist», erklärt Schenker. Oder sie helfen bei den Hygiene-Massnahmen, wie etwa dem Desinfizieren von Oberflächen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Beschäftigen der Bewohnerinnen und Bewohner. «‹Guetzlen› oder Spazierengehen wäre in der angespannten Personalsituation wohl nicht möglich», so Schenker. Denn nach wie vor befinden sich zehn Mitarbeitende in Isolation. 

Vor den Zivilschützern hat Urs Schenker den allergrössten Respekt. «Sie kommen hierher und werden in einem komplett fremden Job gebraucht.» Den würden sie ohne Beanstandungen verrichten. «Ohne sie würde es aktuell wohl kaum so gut gehen», sagt Schenker. 

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Die Zivilschützer können Arbeiten erledigen, die nicht zu den wichtigen, pflegerischen Aufgaben gehören (Bild: Urs Schenker)
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