Restaurants und Läden schliessen: Gallati will schärfere Massnahmen sofort – betreuen Zivilschützer bald Schüler?

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Will nicht länger zuwarten: Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati mit Aargauer Maske. © Severin Bigler

Der Kanton Aargau stimmt dem Ampelsystem zu, das der Bundesrat einführen will. Mechanismen als Entscheidungsbasis für weitere Verschärfungsmassnahmen machten Sinn, schreibt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme vom 15. Dezember. 

Der Bund will ein Ampelsystem installieren und je nach epidemiologischer Entwicklung weitere Einschränkungen erlassen. Die AZ berichtete über diesen noch nicht veröffentlichten Plan. Das Ampelsystem ist an vier Indikatoren geknüpft, namentlich an die 14-Tages-Inzidenz, an den Reproduktionswert, die Positivitätsrate bei den Tests und die Auslastung des Gesundheitswesens. 

Im Gegensatz zum Bundesrat will der Kanton Aargau nicht länger zuwarten mit der Umsetzung. Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati beantragt im Namen des Aargauer Regierungsrates, das Massnahmepaket II und III «sofort, das heisst ab Samstag, 19. Dezember, auszulösen».

Konkret geht es dabei um Einschränkung bis Schliessung von Läden, Ausbau des Schutzes von Risikogruppen, zum Beispiel in Altersheimen und mehr Homeoffice. Die Schliessung von Restaurants ist im Massnahmepaket I vorgesehen und ohnehin geplant.

Zentrale Frage sei angesichts der Lageentwicklung, ob nicht bereits am 18. Dezember die Massnahmen ausgelöst werden sollten, schreibt Gallati. Die Entwicklung der Zahlen kenne schweizweit nur eine Richtung. Mit der «sofortigen Inkraftsetzung der Massnahmepakete dürfte eine mutmasslich nur aufgeschobene, schwer vermittelbare weitere Verschärfung innerhalb Wochenfrist vermeidbar sein».

Mit anderen Worten: Warum warten, wenn die Massnahmen eh unvermeidlich sind. Gallati: «Die betroffenen Wirtschaftszweige würden mit diesem Entscheid wenigstens Planungssicherheit erhalten und die Bevölkerung Orientierung – zumindest für eine gewisse Zeit.»

Zivilschützer für Pflegeheime und Volkschule

Weiter macht der Aargauer Gesundheitsdirektor darauf aufmerksam, dass sich die «Personalengpässe bei den Betreuungseinrichtungen weiter verschärfen», wenn man Risikogruppen so wie vorgesehen noch besser schützen will. Darum müsse genügend Personal mobilisiert werden können, so Gallati. Zivilschutz und eventuell auch Militär müssten zur Verfügung stehen als mögliche Unterstützung auch in Spitälern und Pflegeheimen.

Gallati kann sich sogar den Einsatz von Zivilschützern an den Volksschulen vorstellen. «Falls die Pandemie zu vielen Ausfällen von Lehrpersonen führen sollte, könnte auch hier der Einsatz von Zivilschutz zur Beaufsichtigung der Schüler ein Thema werden.»

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