An der A1 ist ein Zitronenfalter gelandet: Neue Schnellladestation lädt 300 Kilometer in 15 Minuten

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Vier Autos können in Suhr dank Technologie von Hypercharger by Alpitronic gleichzeitig schnellladen. © Michael Küng

Damit ist Suhr in der Schweiz der erste von zwanzig Rastplätzen, die von den Holländern aufgerüstet werden. Ihr Markenzeichen: ein quietschgelbes Dach mit Solarzellen. Schon im Januar folgt mit Lenzburg die Nummer zwei. Die übrigen Standorte erstrecken sich vom Tessin bis in die Romandie. Insgesamt will der Bund so in zehn Jahren rund hundert Rastplätze aufwerten, jeden fünften übernehmen also die Holländer mit ihren einem Zitronenfalter ähnlichen Dächern.

Vier Autos können in Suhr dank Technologie von Hypercharger by Alpitronic gleichzeitig schnellladen, und das lässt sich der Anbieter auch gut bezahlen: Rund 59 Rappen verlangt das Unternehmen pro Kilowattstunde, das ist rund drei bis vier Mal mehr, als der Strom aus der heimischen Steckdose kostet. Immerhin weiss der Nutzer, wofür er bezahlt. Denn ein Vergleich mit anderen Angeboten gestaltet sich schwierig. So verrechnen das Aarauer Stromunternehmen Eniwa und an- dere Anbieter oft nicht den geladenen Strom, sondern die Ladezeit. Was der Kunde fürs Geld bekommt, unterscheidet sich damit von Auto zu Auto, die Lage gestaltet sich entsprechend unübersichtlich. 

Die Niederländer sind also zumindest im Vergleich zur heimischen Steckdose zwar nicht günstig, aber transparent: Bei ihnen kostet der Durchschnittsverbrauch eines Tesla Model 3 genau 10.03 Franken auf hundert Kilometer. Geladen wird dafür ausschliesslich mit Solar- und Windstrom. Und Fastned bringt auch sonst frischen Wind in die Schweiz, denn das Unternehmen ist das einzige ausländische, das bei der Aufrüstung der insgesamt hundert Autobahn-Raststätten mitwirken darf. Die vier übrigen beteiligten Firmen kommen alle aus der Schweiz.

In fünf Ländern schon 131 Stationen gebaut

Fastned dürfte es freuen, denn das Unternehmen hat in sei- ner bisherigen achtjährigen Geschichte insgesamt 131 Stationen in fünf Ländern gebaut. Die 20 neuen Zitronenfalter für die Schweiz sind also ein guter Schritt für die Niederländer.

In der ersten Jahreshälfte ist jede zehnte Autozulassung in der Schweiz auf ein Elektroauto ausgestellt worden. Der Anteil an Elektroautos hat sich damit innert Jahresfrist rund verdoppelt. Doch insgesamt ist nur jedes 20. Auto auf der Strasse ein Stromer. Das hat eine Auswertung des Branchenmagazins «insideEVs» ergeben. Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz damit auf dem siebten Rang, weit abgeschlagen hinter Skandinavien. Auch schon etwas weiter als die Schweiz? Die Niederländer.

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