Impfbereitschaft bei Hochbetagten gross, bei Pflegepersonal klein

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Gemäss ersten Erkenntnissen aus den Kantonen lassen sich um die 70 Prozent der Menschen in Alters- und Pflegeheimen impfen. © Keystone

Seit wenigen Tagen wird in den meisten Kantonen der Schweiz gegen Covid-19 geimpft. Priorität haben gemäss der nationalen Impfstrategie vor allem Menschen in Alters- und Pflegeheimen. Eine Umfrage von CH Media in mehreren Kantonen zeigt nun, dass sich vielerorts gut 70 Prozent der Hochbetagten impfen lassen.

In Luzern, wo kurz vor Weihnachten die erste Frau der Schweiz in einem Alters- und Pflegeheim geimpft wurde, beträgt die Bereitschaft rund 80 bis 90 Prozent, wie die kantonale Dienststelle Gesundheit und Sport gegenüber CH Media mitteilte. Der Kanton Solothurn teilte mit, die Bereitschaft liege gemäss den aktuellen Anmeldungen bei rund 70 Prozent. In Basel-Stadt sind es laut dem Gesundheitsdepartement 70 bis 80 Prozent. Vom Kanton Bern heisst es, die Umfrage in den Heimen laufe noch, man stelle aber bis jetzt eine Impfwilligkeit von über 60 Prozent fest. Grössere Kantone wie Zürich und Aargau machen bisher keine Angaben.

Manche wollen Impfstoff Jüngeren überlassen

Die Gründe, weshalb sich angesichts der potenziell schweren Krankheitsverläufe nicht noch mehr hochbetagte Menschen impfen lassen, sind vielfältig. «Die meisten begründen es mit der Aussage, dass sie keine Angst vor einer Infektion und deren Verlauf hätten», sagt Anne Tschudin, Kommunikationschefin des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt auf Anfrage von CH Media. Andere gaben an, den Impfstoff lieber jüngeren Personen überlassen zu wollen. Wieder andere seien Impfgegner und fürchteten sich vor Nebenwirkungen.

Auch wenn noch längst nicht alle Kantone entsprechende Daten gesammelt haben, weisen die Zahlen darauf hin, dass die Impfbereitschaft unter der hochbetagten Menschen leicht höher ist als in der gesamten Bevölkerung. Eine nationale Studie im Auftrag des Bundes ergab, dass sich Stand Anfang Dezember 44% der Schweizer Bevölkerung impfen lassen wollten. Der Rest lehnte ein Impfung ab oder war unentschlossen.

Pro Senectute empfiehlt Impfung für Pflegepersonal

Skeptisch ist vor allem das Pflegepersonal. In Luzern lässt sich aktuell gut die Hälfte des Heimpersonals impfen. In Solothurn ist es nur ein Drittel. Laut Pro Senectute, der Fachorganisation für Seniorinnen und Senioren, ist es jedoch entscheidend, dass das Coronavirus gar nicht erst in Alters- und Pflegeheime eindringen kann. Auf Anfrage von CH Media schreibt die Organisation, man wisse aus Erfahrungen der ersten Welle, dass das Virus auch von Pflegenden und Lieferanten in Heime getragen wurde.

Pro Senectute empfiehlt deshalb dem Pflegepersonal, «mit gutem Beispiel voranzugehen» und sich impfen zu lassen. «Wir sind zwar gegen einen allgemeinen Impfzwang, halten es aber für eine gesellschaftliche Pflicht, seine Mitmenschen zu schützen», so Pro Senectute weiter. Die hohe Impfbereitschaft unter Heimbewohnern freut die Organisation hingegen.

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