Rein gar nichts findet statt: Die Nicht-Fasnacht 2021 schmerzt

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Lachende Gesichter und Konfetti überall, wie hier am Fasnachtsumzug in Zofingen 2018, werden dieses Jahr fehlen. Bild: Regina Lüthi

Das Fasnächtlerherz blutet. Seit einigen Monaten ist klar: Heuer finden keine Umzüge, Kehrausbälle oder Guggemusig-Auftritte statt. Kein Konfetti wird auf die Strassen regnen. Die Verantwortlichen in Zofingen, Strengelbach und Brittnau schlagen alle den gleichen Tenor ein. Es sei einfach nur schade, sagt Melanie von Arx, Vize-Präsidentin des Zofara (Zofinger Fasnachtsrat): «Für uns als Fasnächtler bedeutet die Absage der fünften Jahreszeit einen grossen Verzicht und nebst allen anderen Einschränkungen, die wir momentan durchleben müssen, vor allem eine grosse Lebensfreude weniger.» Wie bereits Ende November 2020 kommuniziert, ist die Zofiger Fasnacht 2021 komplett abgesagt. Das bedeutet, dass weder die Gugge-Thutete, der Fasnachtsumzug oder der Hirsmäntig durchgeführt werden. Die Wagenbauclique Eclunawaba und die Zofinger Guggenmusik «Langnase Zofinge» haben ihre Tournee ebenfalls abgesagt.

Nicht die Fasnacht, sondern nur die Anlässe abgesagt

Still wird es auch in Strengelbach Mitte Februar bleiben. Wie Conny Meier, Präsidentin der Sträggelebrätscher, in einem Kommuniqué schreibt, habe man lange an einer «Light-Version» festgehalten. «Die verschärften Massnahmen, aber auch die Ungewissheit, wie sich alles entwickelt, haben uns nun dazu gezwungen, alles abzusagen», schreibt sie weiter. Auch der Häfe-Zunft Brönznau und ihrem Präsidenten Stefan Seewer ist der Frust und die Traurigkeit anzumerken: «Für mich als eingefleischten Fasnächtler schmerzt es schon ein Stück, dass dieses Jahr keine Anlässe rund um die Fasnacht stattfinden.» Ihm werde viel fehlen, sei es das Verkleiden oder mit anderen Gleichgesinnten ausgelassen zu feiern. «Auch für die Häfe-Zunft ist es ein Verlust, da wir laufende Kosten haben, wie Gebäudemieten, die mit Einnahmen der Anlässe gedeckt werden», ergänzt Seewer.

Doch die Verantwortlichen mögen nicht mehr lamentieren. So meint Stefan Seewer: «Nichtsdestotrotz ist nicht die Fasnacht, sondern nur die Anlässe abgesagt. Darum wäre es rüüdig, wenn der eine oder andere seinen Garten mit einer Fasnachtspuppe dekorieren würde, um so auch ohne Anlässe Leben ins Dorf zu bringen.» Auch Melanie von Arx weiss: «Bei jedem leidenschaftlichen Fasnächtler werden spätestens ab dem SchmuDo ein paar stille Tränchen kullern. Doch ein aktiver Fasnächtler trägt die schöns­te Zeit im Jahr sowieso immer im Herzen und in Gedanken sind wir eh alle schon bei der übernächsten Fasnacht im 2022.»

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