Schulraum: Gemeinderat Kölliken gerät wegen Referendum in die Zeitklemme

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Ein Akt mit Folgen: Guido Beljean und Fredy Gut (v. l.) sowie Armin Bührer (r.) übergaben am 4. Januar die Unterschriften an Gemeindeschreiber Felix Fischer. Bild: Flurina Dünki (4. 1. 2021)

Eigentlich war es ein gefreutes Bild, ein Zeichen für gelebte Demokratie: Vor zehn Tagen übergab ein Komitee angeführt vom ehemaligen Gemeindeammann Fredy Gut und dem ehemaligen Vizeammann Guido Beljean 582 gültige Unterschriften gegen den 3,7-Millionen-Kredit für das Aufstellen von temporären Schulraum-Modulen in Kölliken (wir berichteten). Das Geld ist an der Gemeindeversammlung bewilligt worden, ob der Kredit auch an der Urnenabstimmung am 7. März genehmigt wird, muss sich noch weisen. Das Referendumskomitee möchte eine Erweiterung des Schulhauses Farbweg, wie das ursprünglich geplant war.

Braucht es ein Provisorium vor dem Provisorium?

Weil zusätzlicher Schulraum bereits im kommenden Schuljahr nötig ist, hat der Gemeinderat kurzfristig die Modullösung beantragt. Und er ist alles andere als glücklich, dass der Entscheid vom 27. November mit dem Referendum in Frage gestellt wird. Wegen der Referendumsabstimmung werde es «sehr schwierig, den auf Anfang August 2021 erforderlichen Schulraum termingerecht bereitzustellen», schreibt der Gemeinderat in einer gestern verbreiteten Medienmitteilung. Das Projekt modularer Schulraum könne erst nach einer Bestätigung an der Urnenabstimmung umgesetzt werden.

«Gemeinderat und Schulpflege sind daran, verschiedene Lösungen für einen geordneten Schulbetrieb zu erarbeiten», heisst es. «Aktuell wird nicht ausgeschlossen, dass ergänzend zur mittel-/längerfristigen ­Lösung zusätzlich eine Über­brückungslösung erforderlich wird.» Der Gemeinderat hat zudem eine Informationsoffensive zum «dringend erforderlichen Schulraum» gestartet. So stellte er Angaben zur Schulzimmer-Belegung und zur Entwicklung der Schülerzahlen ins Internet. Und in einem Faktenblatt schreibt der Gemeinderat: «Aktuell werden pro Schuljahrgang in der Regel zwei Klassen geführt. Steigende Schülerzahlen führen dazu, dass pro Schuljahrgang vermehrt drei Klassen geführt werden müssen. Dies führt zum entsprechenden Schulraumbedarf.» Und weiter: «Auf das Schuljahr 2021/2022 (also ab August 2021) sind drei zusätzliche Klassenzimmer (mit Nebenräumen) erforderlich.» In den folgenden zwei Schuljahren seien weitere Schulräume nötig. Insgesamt umfasse das Raumprogramm des «Modularen Schulraums» sieben Schulzimmer, einen Kindergarten, fünf Gruppenräume sowie Sanitär- und Technikräume. (uhg)

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