Neues «Schaufenster» für Reiden: Gemeinde will zeitgemässen Online-Auftritt

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Bezüglich schöner Ortsbilder hinkt die Reider Gemeindewebsite nicht hinterher. Doch die einfache Handhabung und die Nutzerfreundlichkeit sind auf den Gemeindewebsites von Wikon und Nebikon deutlich besser umgesetzt. Das soll sich bald ändern. Bild: Screenshots

Die digitale Kommunikation via Website wird für die Gemeinden immer wichtiger. Gerade die letzten Monate mit der Pandemie haben eindrücklich gezeigt, dass die Gemeinden auch ohne den direkten Kontakt zu ihren Bürgerinnen und Bürgern funktionieren müssen. Die digitale Kommunikation ergänzt alle anderen Wege der Informationsvermittlung und erleichtert gleichzeitig der öffentlichen Hand ihre Arbeit.

Mittels neuer Website will sich Reiden für die Zukunft fit machen. Die jetzige erfuhr laut aktuellem Projektleiter Daniel Loosli im 2011 das letzte Mal eine grössere Überarbeitung: «Seit dieser Zeit hat sich in der Digitalisierung sehr viel bewegt.» Seit Ende Dezember können sich interessierte Unternehmen für das Projekt bei der Gemeinde melden. Laut Loosli haben sich bis heute fünf gemeldet. Im Frühling will der Gemeinderat schliesslich den technischen Partner evaluieren können.

Reider Unternehmen sind gefragte Partner

Den Anstoss zum Projekt gab das neu entwickelte Kommunikationskonzept der Gemeinde. «In der Umsetzung will der Gemeinderat unter anderem transparent, zeitgerecht und zeitgemäss informieren und so Kundenbedürfnissen gerecht werden», erklärt Daniel Loosli. Die neue Website soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Überdies seien das Kommunikationskonzept und die neue Website auch Massnahmen und Ziele des aktuellen Legislaturprogramms. Nebst der erhöhten Nutzerfreundlichkeit wollen die Verantwortlichen mit der neuen Website auch die neusten technischen Standards erfüllen. So wird sie mit dem sogenannten «res- ponsive design» in Zukunft erkennen, ob der Bürger von einem Laptop oder einem Smartphone darauf zugreift und ihren Auftritt automatisch anpassen. Ausserdem können in Zukunft diverse Dienstleistungen nicht nur am Schalter, sondern auch online getätigt werden (beispielsweise Adressänderungen, Baugesuchspublikationen oder Raumreservationen). «Die Website soll zu einem wichtigen Schaufenster der Gemeinde Reiden werden und mithelfen, das Bild zu prägen, das man von Reiden gewinnt», so Daniel Loosli.

Die Gemeindeversammlung hat für das Budget 2021 einen Betrag von 60 000 Franken für den «Gemeindeauftritt» genehmigt. Dieser Beitrag deckt dem Logo auch die Gemeindewebsite ab. Wie viel das ganze Projekt kostet, hänge vom laufenden Offertenprozess ab. In der öffentlich zugänglichen Beschreibung des Projekts fordert der Gemeinderat auch IT-Dienstleister mit Geschäftssitz in Reiden auf, die Ausschreibungsunterlagen zu bestellen. «Wenn am Schluss die Offerte eines Reider Unternehmens in der Gesamtbeurteilung gleichauf liegt mit einem anderen Unternehmen, würde der Gemeinderat den lokalen Bezug sicher in die Beurteilung miteinbeziehen», so Loosli.

Wikon und Nebikon haben ihre 13 Jahre alten Websites bereits letzten Herbst ersetzt

Praktisch zeitgleich haben die Gemeinden Wikon und Nebikon ihre neuen Websites aufgeschaltet. Beide waren 13 Jahre alt. Seit Anfang September 2020 präsentieren sich die Gemeinden in einem neuen Bild. Laut dem Geschäftsführer der Gemeinde Nebikon, Simon Bisang, war es vor allem die veraltete Technologie, die ersetzt werden musste. Gleichzeitig wurden so die Möglichkeiten für die Bürger erweitert, diverse Dienstleistungen online zu beziehen.

Michaela Tschuor, Gemeindepräsidentin von Wikon, ergänzt: «Eine moderne, strukturierte Gemeinde braucht auch eine moderne gut strukturierte Website. Durch die Reorganisation der Gemeindeführung war es die logische Konsequenz auch unsere ‹Visitenkarte› entsprechend anzupassen.» Die neuen Websites seien nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger ein Gewinn, sondern erleichterten auch dem Gemeindepersonal den Unterhalt. Sowohl Michaela Tschuor als auch Simon Bisang sind sich einig: Die Website ist wichtig für den Gemeindealltag. So sagt Bisang: «Im Rahmen der Digitalisierung werden vermehrt Dienstleistungen online abgerufen, damit die Leute nicht mehr an den Schalter kommen müssen. Das ist allenfalls auch der Einfluss von Corona.» Auch Tschuor findet: «Kunden und Bürger informieren sich viel mehr online, bekommen jetzt Informationen und Produkte, sparen sich den Weg zum Schalter oder das Telefonat.»

Die Kosten fielen unterschiedlich hoch aus

Gekostet hat die neue Website in Wikon 25 000 Franken. Etwas mehr als ein Jahr dauerte es von der Planung bis zur Realisierung. In Nebikon dauerte es neun Monate bis zum neue Onlineauftritt, der etwas teurer ausfiel (42 700 Franken). Momentan sind weder in Nebikon noch in Wikon weitere Schritte in der digitalen Kommunikation geplant. (kpe)

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