Anders als die Bundesräte: Aargauer Regierungsräte werden nicht vorzeitig geimpft

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Regierungsratsfoto 2021 Staatsschreiberin Vincenza Trivigno, Jean-Pierre Gallati, Landstatthalter Alex Hürzeler, Landammann Stephan Attiger, Dr. Markus Dieth, Dieter Egli (von links nach rechts). © Kanton Aargau / Dominik Golob

Im Gegensatz zu Bundesräten haben sich die Aargauer Regierungsräte noch nicht gegen Covid impfen lassen. Die nicht kommunizierte Impfaktion für Mitglieder der Landesregierung und den Bundeskanzler wurde am Wochenende publik. Dass sorgte für kontroverse Diskussionen.

Auf Anfrage der AZ sagt Peter Buri, Kommunikationschef des Kantons Aargau, sich selber vorzeitig impfen zu lassen, sei bisher kein Thema gewesen im Regierungsrat. Und wenn, dann würde man das aktiv kommunizieren, so Buri. 

Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati sagte zum Start der Impfkampagne am 5. Januar, er wolle sich auch impfen lassen. «Aber jetzt sind erst die älteren Damen und Herren an der Reihe.»

Vorerst können nur Risikogruppen (Über 75-Jährige und Personen mit Vorerkrankungen) geimpft werden. Die breite Bevölkerung ist später dran, wenn mehr Impfstoff zur Verfügung steht.

Betreffend Impfung gibt es gemäss Regierungssprecher Buri zur Zeit auch keine systemrelevanten Personen ausserhalb des Gesundheitswesens, die eine Ausnahmeregelung bräuchten. Dass neben Risikogruppen vorzeitig Pflegepersonal geimpft wird, ist bekannt.

Beim Aargauer Regierungsrat kommt speziell dazu, dass sich zwei von fünf aktiven Departementsvorstehern in der ersten Welle mit Covid angesteckt hatten: Markus Dieth und Stephan Attiger. Urs Hofmann, der sogar hospitalisiert wurde, ist inzwischen zurückgetreten. Da die Erkrankung mittlerweile bald ein Jahr zurückliegt, ist Immunität allerdings nicht garantiert, eine entsprechende Impfung zu gegebener Zeit kann also auch für sie ein Thema werden.

Auch bei Tests keine Sonderbehandlung

Ähnlich wie jetzt beim Impfen bekam der Regierungsrat auch letzten Frühling bei den Corona-Tests keine Sonderbehandlung. Damals konnte sich nur testen lassen, wer klare Symptome zeigte. Ausnahmen gab es dort bei Polizisten, die zum Beispiel bei häuslicher Gewalt ausrücken mussten und sich möglicherweise ansteckten, wenn jemand sie angespuckt hatte. Schneller getestet wurden zudem Spezialisten, die wichtige Infrastrukturen bedienen mussten (etwa AKW). Inzwischen sind genug Tests vorhanden, so dass sich die ganze Bevölkerung testen kann. Die Behörden rufen sogar dazu auf, mehr zu testen.

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