Dagmerseller Gemeindepräsident Markus Riedweg: «Ständig wechselnde Vorzeichen wegen Corona»

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Dagmersellens Gemeindepräsident Markus Riedweg. Bild: zvg

Im September hat der neu gewählte Gemeinderat von Dagmersellen seine Arbeit aufgenommen. Es gab eine Rochade: Im Fünfergremium nahmen gleich drei neue Mitglieder Einsitz, Astrid Meier und Gregor Kaufmann (CVP) sowie Karin Wettstein Rosenkranz (FDP). Peter Kunz (bisher, CVP) ist 2020 bis 2024 bestätigt worden. Der bisherige Gemeinderat Markus Riedweg (CVP) wurde zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt und löste Philipp Bucher (FDP) ab.

Der 47-jährige Riedweg brachte bereits Erfahrung in der Exekutive mit, er hatte von 2016 bis 2020 das Ressort Bildung unter sich. Dennoch war der Rollenwechsel anstrengend. «Es kamen trotz einer guten Einführung und der tollen Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung viele neue Themen auf den Tisch», sagt er dem Zofinger Tagblatt. «Die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen aufgrund der Coronapandemie haben die Arbeiten zusätzlich erschwert.» Bei der Einarbeitung ins neue Amt geholfen hätte ihm eine gewisse Erfahrung und er habe auf ein gutes Netzwerk zurückgreifen können.

Am meisten beschäftigt haben den Gemeindepräsidenten der Umgang mit der stetigen Unsicherheit wegen Corona sowie die Folgen für die Gemeinde – und die unterschiedlich betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner. «Unsere Senioren sind stark betroffen», sagt Markus Riedweg, das Altersheim Eiche schaue gut zu ihnen. Es gebe auch Personen, die in der Gastronomie arbeiteten und Existenzängste hätten. Oder Einwohner, die ihre Stelle verloren hätten.

Budget-Planung 2021 unter sehr unsicheren Vorzeichen

Auch anspruchsvoll war für den Gemeindepräsidenten und seine Kollegen die Budget-Planung für 2021 unter sehr unsicheren Vorzeichen sowie die Einarbeitung und Einbindung der zwei neuen Gemeinderatskolleginnen und des -kollegen.

Welches sind die grössten «Brocken», mit denen sich der Gemeinderat 2021 herumschlagen muss, wollte die Redaktion ebenfalls wissen. Die grössten anzunehmenden Herausforderungen sind laut Riedweg die Bewältigung der verschiedenen teilweise heute noch nicht bekannten Folgen aus der Coronakrise.

Gemeinde strebt ausgeglichenen Finanzhaushalt an

«Wir streben einen ausgeglichenen Finanzhaushalt bei steigenden Ausgaben und tendenziell stagnierenden oder gar sinkenden Steuereinnahmen an», sagt er. Weitere Herausforderungen seien die Gesamtrevision der Ortsplanung und das neue Bau- und Zonenreglement sowie das Neubauprojekt der Dreifachturnhalle inklusive Schulraum Chilefeld.

Die letzte Gemeindeversammlung fand nicht statt. Doch Markus Riedweg hat es nicht gestört, dass er sich in der Gemeinde noch nicht richtig in seiner neuen Rolle vorstellen konnte. «Die Gesundheit der Bevölkerung geht jederzeit vor und der Verzicht auf die Durchführung der Gemeindeversammlung war somit folgerichtig», sagt er. Zudem sei er in Dagmersellen aufgewachsen und seit vielen Jahren politisch aktiv. «Deshalb kennen mich schon viele. In den vergangenen 120 Tagen habe ich mich ausserdem trotz Corona im Rahmen von verschiedenen kleineren Anlässen und vielen persönlichen Kontakten mit der Dagmerseller Bevölkerung austauschen können.» (rzu/ben)

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