Von der Rhein-Quelle bis ans Meer: Mit Wandern tut Stefan Widmer anderen Gutes

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Stefan Widmer am Lai da Tuma, der Quelle des Vorderrheins. Hier begann seine Reise. Bilder: zvg
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In der Rheinschlucht zwischen Ilanz und Reichenau-Tamins. (zvg)

Zuerst war das Wandern. Im Sommer 2019 begann Stefan Widmer, 24, aus Zofingen, etappenweise den Vierwaldstättersee abzuwandern. Als er damit fertig war, suchte er sich eine neue Herausforderung. Mehr zufällig als aus einem speziellen Grund entschied er sich im Sommer 2020, von der Quelle des Rheins bis zu dessen Einmündung ins Meer zu wandern. «Ich suchte nach einem langen Fluss, mit dem ich für eine Weile beschäftigt bin», sagt Widmer und lacht. Er brauche jeweils ein Ziel für seine Wanderungen. «Zudem fasziniert mich an dieser Route, dass ich von den Bergen bis ans Meer laufen kann und dabei verschiedene Länder passiere.»

Und so nahm er die ersten Etappen unter die Füsse. Das Wandern tue ihm gut, sagt Stefan Widmer. Er geniesse es, für sich unterwegs zu sein, seine Gedanken fliegen zu lassen. Manchmal hört er dabei Podcasts oder Musik, manchmal wird er von Freunden begleitet. Auf der Etappe von Sedrun nach Ilanz – für ihn das bisherige Highlight der Tour – litt Stefan Widmer unter grossen Schmerzen an den Füssen. Da kam ihm die Idee, dass er aus seiner grossen Wanderung eine Spendenaktion lancieren könnte. «Diese Schmerzen sollten nicht umsonst sein», fand er und beschloss, fortan für die Organisation Fragile Suisse Geld zu sammeln. Diese unterstützt Menschen mit einer Hirnverletzung und ihre Angehörigen in der ganzen Schweiz mit vielfältigen Dienstleistungen.

Dass Stefan Widmer ausgerechnet Fragile Suisse ausgewählt hat, ist kein Zufall. Im Alter von zehn Jahren verlor er seinen Vater. Dieser erlitt eine Hirnblutung. Ein prägendes Erlebnis. Mit seiner Mutter zog er vom Bauernhof in Mättenwil nach Brittnau ins Dorf. Später lebte er bei seiner Tante in Zofingen. Inzwischen studiert Stefan Widmer Tourismus. Er befindet sich im zweiten Jahr und absolviert gerade ein Praktikum. Ob er später seinen Job mit der Leidenschaft fürs Wandern verbinden kann, weiss Stefan Widmer noch nicht. Wünschen würde er es sich.

Fragile Suisse unterstützt den 24-Jährigen auf seinem Marsch an die Nordsee, indem die Organisation seine Spendenaktion in den sozialen Medien sowie per Newsletter verbreitet. 1405 Franken sind bereits zusammengekommen. Dabei hat Stefan Widmer von den 1230 Kilometern erst 170 hinter sich. Er weiss, dass sein Projekt ambitioniert ist, gibt sich dafür aber genug Zeit. «Bevor ich 30 Jahre alt werde, möchte ich es abgeschlossen haben», sagt Stefan Widmer.

Seine bisher letzte Etappe endete in Rorschach. Das nächste Ziel ist, den Bodensee abzuschliessen. Im Sommer will Stefan Widmer dann Basel erreichen, um danach mit seiner Freundin durch Deutschland und Frankreich zu wandern. Mit im Gepäck die Hoffnung, dass möglichst viele Menschen ihn und sein Spendenprojekt unterstützen.

Hinweis Mehr zum Wanderprojekt finden Sie unter: www.widmerwandert.com

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Ein weiter Weg! (zvg)
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