Der EHC Olten bleibt eine Wundertüte und findet den nächsten Gang nicht

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Der EHC Olten (Silvan Wyss, links) hatte gegen Visp (Troy Josephs) das Nachsehen. (Bild: Schumacher/Freshfocus)

Immer, wenn man gedacht hat, dass dieser EHC Olten endlich den Weg Richtung Spitzenteam eingeschlagen hat, wird man unerwartet wieder eines Besseren belehrt. Drei Tage nach der 5:1-Gala gegen Leader Kloten zeigten die Oltner gegen den kriselnden EHC Visp eine mehr als bescheidene Darbietungen und gingen verdientermassen mit einer 1:4-Niederlage vom Eis.

Es wirkte so, als würde der EHCO-Motor nach einem Kaltstart nie den nächsten Gang finden, während auf der anderen Seite die Visper von Anfang an bereit waren und auf dem Eis Vollgas gaben. Die Tatsache, dass die Oltner vor allem das erste Drittel komplett verschliefen und sich damit früh in eine schwierige Lage manövrierten, ärgerte Headcoach Fredrik Söderström am meisten: «Unsere Einstellung hat heute nicht gestimmt. Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass offensichtlich einige Spieler nach dem Sieg gegen Kloten dachten, dass dies eine einfachere Partie werden würde.»

Aufmerksame Visper, lethargische Oltner

In der Tat wurden die Powermäuse von den lauffreudigen und aufmerksamen Vispern sichtlich auf dem falschen Fuss erwischt. Die Oberwalliser gewannen deutlich mehr Zweikämpfe und waren generell wacher als die lethargisch wirkenden Oltner. Dass die ersten beiden Tore durch verlorene Mann-gegen-Mann-Duelle vor Silas Matthys zustande kamen, trieb Söderström die Zornesröte ins Gesicht. «Wenn man solche Zweikämpfe verliert, dann ist das ein Indiz dafür, dass man ganz einfach nicht bei der Sache ist.»

Nun wäre ein 0:2-Rückstand nach einem Drittel ja kein Beinbruch, wenn die Reaktion entsprechend ausfallen würde. Aber ein kopfloser Einsatz der ersten Sturmlinie führte zu einem Visper 4-gegen-2-Konter, den diese mustergültig zum vorentscheidenden 3:0 durch Jan Petrig verwerteten. Nach Dion Knelsens schönem Anschlusstreffer kurz nach Spielmitte keimte bei den Oltnern noch einmal ein wenig Hoffnung auf. Doch spätestens nach dem vierten Gegentreffer, bei welchem Jens Nater einen Schuss von Janik Wyss unhaltbar ins eigene Tor ablenkte, war der Ofen aus. Der EHCO bemühte sich zwar nach Kräften, aber das war an diesem Abend viel zu wenig. «Was immer wir gemacht haben – die Visper machten es doppelt so gut wie wir», befand Söderström – und hatte mit dieser Einschätzung vollumfänglich recht.

Ärger über ein weggeworfenes Spiel

Es war wirklich ein rätselhafter Auftritt der Oltner. Man wird einfach nicht so recht schlau aus dieser Mannschaft, die bisweilen einer Wundertüte gleicht, bei welcher man nie weiss, was rauskommen wird. Und damit hat auch der schwedische Headcoach seine liebe Mühe, wie er unmissverständlich kundtat: «Ich habe den Spielern gesagt, dass ich unglaublich enttäuscht bin. Es irritiert mich, dass wir nicht begreifen, wie wichtig die Einstellung ist. Wir haben dieses Spiel einfach weggeworfen.»

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