Silas Matthys: Von der zweiten Geige zum gefragten Mann beim EHC Olten

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Hat den Durchblick: Torhüter Silas Matthys pariert die Scheibe. (Bild: Freshfocus/Marc Schumacher)

Elf Spiele lang – also beinahe ein gesamtes Viertel einer Qualifikation – blieb Torhüter Silas Matthys nichts anderes übrig, als beim EHC Olten auf der Spielerbank Platz zu nehmen und als Ersatztorhüter tatenlos zuzusehen. Zuletzt war er am 9. Dezember in Visp zum Einsatz gekommen. Das Spiel blieb vielen in besonders schlechter Erinnerung, die 1:4-Niederlage markierte bis heute den Tiefpunkt der Saison. Nach jenem abermaligen kollektiven Misstritt wurde Silas Matthys durch Simon Rytz ersetzt. Und der setzte mit dem Team zu einem regelrechten Höhenflug an, acht Siege in Serie wurden es letztlich. Unter dem Motto, nie ein Winnerteam zu verändern, blieb Headcoach Fredrik Söderström nichts anderes übrig, als Matthys auf der Bank zu lassen, statt wie bisher nach einigen Spielen mit Rytz zu rotieren.

Es sei eigentlich ein angenehmes Zusehen gewesen, sagt Silas Matthys rückblickend. «Ich habe es sicher nicht erwartet, dass es dann gleich so viele Spiele ohne Einsatz werden. Aber im Prinzip steckte ja etwas Positives dahinter. Wir haben als Team so oft gewonnen, das Team spielte gut, Simon spielte gut. Dann ist es sicher einfacher, unter diesen Umständen die zweite Geige zu spielen, als wenn wir jedes Spiel verloren hätten und ich dann trotzdem nicht zum Einsatz gekommen wäre.»

Nun war es ja überhaupt nicht so, dass sich die Dezember-Krise wegen Silas Matthys akzentuiert hatte – ganz im Gegenteil. Er war es noch, der sich damals von Einsatz zu Einsatz über Wasser halten konnte und als einer von wenigen seine Leistung abrufen konnte. Und dennoch hat er daraufhin die lange Durststrecke nicht gedankenlos verbracht. «Klar, es war für mich schwierig, motiviert zu bleiben und mich trotzdem tagtäglich reinzubeissen. Aber ich habe mich stets auf meinen Prozess fokussiert. Ich habe immer meine Ziele vor Augen, an denen ich arbeite. Dabei ist es eigentlich egal, ob ich auf der Bank bin oder im Tor stehe. Manchmal läufts gut, manchmal läufts schlecht, wichtig ist, dass man Fortschritte macht», sagt Matthys.

Dritter Shutout der Saison ist «ein gutes Signal»
Der tiefgründige Oltner Torhüter sieht in seiner Durststrecke auch viel Gutes: «Ich denke, ich bin gestärkt herausgekommen und konnte die Zeit auch gut nutzen, um etwas auszuprobieren, wie etwa an der Ausrüstung zu feilen und daran herumzutüfteln. Wäre ich in dieser Zeit all zwei Tage zum Einsatz gekommen, hätte ich das nicht gemacht. Auch diesbezüglich bin ich sehr zufrieden, wo ich heute stehe.»

Zufrieden darf Matthys auch mit seinen jüngsten Auftritten sein. Just in seinem Comeback-Spiel verbuchte er vergangene Woche bei der EVZ Academy (4:0) seinen dritten Shutout der Saison. Söderström strich daraufhin die Arbeit seiner beiden Torhüter heraus und freute sich, zwei starke Torhüter in den eigenen Reihen zu haben. «Der Shutout hat mich gefreut. Es war sicher ein gutes Signal – an den Trainer, an die Mannschaft, an mich selber. Umso wichtiger dann auch die Bestätigung gegen Kloten», erzählt Matthys von einem Spiel, bei dem er lediglich einmal (5:1) hinter sich greifen musste.

Am Dienstag, wiederum gegen Visp, folgte dann der erste Rückschlag seit dem Tiefpunkt im Wallis. «Wir haben viel Aufwand betrieben, wurden aber nie dafür belohnt. Ich will nichts in Existenz reden, das nicht ist. Es war einfach ein harziges Spiel von A bis Z.»

Weil sich Simon Rytz eine Verletzung an der Hand zugezogen hat, wird Matthys auch heute Abend gegen die Ticino Rockets definitiv der gefragte Mann sein. Wann Rytz ins Lineup zurückkehrt, ist noch unklar. Denkbar ist, dass er am Samstag in der Ajoie wieder auf der Bank Platz nimmt. Klar ist: Matthys wird gegen die Rockets, bei denen er die Saison 2018/19 bestritt, gefordert sein. Das Tessiner Farmteam setzt derzeit namhafte, äusserst erfahrene National-League-Spieler ein wie unter anderem Torhüter Benjamin Conz oder die Stürmer Adrien Lauper und Sandro Zangger. Ein Spiel, das kein Selbstläufer wird. Auch mit Silas Matthys im Tor nicht.

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