Swissmedic meldet bisher 16 schwere Fälle von Nebenwirkungen

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In Frauenfeld werden seit gut einer Woche Personen gegen Corona geimpft. © Kevin Roth

Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hat erstmals Zahlen zu den Nebenwirkungen der Coronaimpfstoffen veröffentlicht. So seien bisher 42 über «vermutete unerwünschte Arzneimittelwirkungen» eingegangen, wie das im Fachjargon genannt wird. Sämtliche Meldungen würden von erfahrenen medizinischen Experten geprüft. Bisher sind in der Schweiz die beiden sogenannten mRNA-Vakzine des Duos Pfizer/Biontech sowie von Moderna zugelassen.

Rund 60 Prozent der Meldungen betreffen Nebenwirkungen, die als nicht schwerwiegend bezeichnet werden. Sie beziehen sich auf leichte Reaktionen, die aus den klinischen Studien bereits bekannt seien. Dazu gehören Schmerzen, eine Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle. Häufig klagen Geimpfte auch über Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und seltener über Fieber. 

Immerhin 16 Meldungen wurden von Swissmedic als schwerwiegend eingestuft. Es handle sich dabei in erster Linie um bekannte Unverträglichkeitsreaktionen, die in diesen Fällen stark ausgefallen seien, sagt ein Sprecher. Dazu zählten etwa deutliche Hautreaktionen oder ausgeprägte grippale Symptome.

Kein konkreter Verdacht

Fünf Meldungen standen in Zusammenhang mit einem tödlichen Verlauf. Die betroffenen Patienten in diesen Fällen seien zwischen 84 und 92 Jahre alt gewesen. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien diese Personen an Erkrankungen gestorben, die in diesem Lebensalter gehäuft vorkämen. «Trotz einer zeitlichen Assoziation mit der Impfung besteht in keinem Fall der konkrete Verdacht, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall war», schreibt Swissmedic.

Bis gestern Donnerstag sind laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz knapp 170’000 Personen vorwiegend mit einer ersten Dosis gegen Corona geimpft worden. Derzeit werden besonders gefährdete Personen mit dem höchsten Risiko geimpft. Diese sind älter als 75 Jahre oder haben chronische Krankheiten. Häufig wohnen sie in einem Alters- oder Pflegeheim.

Wenn diese gefährdete Personengruppe in einem kurzen Zeitraum geimpft werde, müsse aus rein statistischen Gründen mit einer gewissen Anzahl von Todesfällen gerechnet werden, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Corona-Impfung auftreten würden, schreibt Swissmedic. In der Schweiz sterben innert vier Wochen, also dem Zeitraum zwischen zwei Impfungen, ohne Übersterblichkeit rund 2300 Personen über 85 Jahre.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Virus

B. Kerzenmacher
schrieb am 23.01.2021 12:14
Es war abzusehen. Solche Einschränkungen kann man nur eine gewisse Zeit durchhalten. Insbesondere wenn die Regelungen widersprüchlich und ohne Kontinuität sind. Da nimmt die Risikobereitschaft in der
Bevölkerung wieder zu.
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