Kantonsspital Baden fordert mit Blick auf die dritte Welle: «Spitalpersonal first» bei der Impfung

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Über 75-Jährige und Hochrisikopatientinnen haben bei der Impfung Priorität, solange der Impfstoff knapp ist. © Alex Spichale

Das Humboldt-Klinikum in Berlin ist von der Gesundheitsverwaltung unter Quarantäne gestellt worden, nachdem sich 14 Patienten und sechs Angestellte mit dem mutierten Coronavirus aus Grossbritannien angesteckt hatten. Das berichtet unter anderem die «Süddeutsche Zeitung».

Das Virus macht vor dem Spitalpersonal nicht Halt. Das hat sich während der zweiten Welle auch im Aargau gezeigt. Nicht die Intensivbetten waren knapp - es fehlte an Personal, das sich um die Patientinnen und Patienten kümmern konnte. Das Kantonsspital Aarau (KSA) und die Hirslanden Klinik Aarau mussten vorübergehend wegen Personalausfällen Intensivbetten stilllegen.

Omar Gisler, Mediensprecher des Kantonsspitals Baden (KSB), sagt: «Medizin ist ein People Business. Die beste Infrastruktur nützt nichts, wenn das Personal fehlt, um diese zu bedienen und die Patienten zu betreuen.»

Aufgrund von erkrankten Mitarbeitenden oder solchen, die in Quarantäne gehen mussten, seien in den vergangenen Monaten nicht nur das KSB, sondern auch andere Spitälern personell an den Anschlag geraten.

Weniger Personalausfälle dank Impfung

Vor diesem Hintergrund gelte es, sich für eine drohende dritte Welle zu wappnen. «Um den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden, ist es unabdingbar, personell aus dem Vollen schöpfen zu können», sagt der Spitalsprecher. Und weiter:

Ausgedeutscht: Das zweitgrösste Aargauer Spital fordert beim Impfen «Gesundheitspersonal first».

Es finden Gespräche mit dem Kanton statt

Bereits heute werde in Absprache mit dem Kanton Personal auf Intensivstationen und Stationen für Covid-19-Patienten prioritär geimpft. «Aber», sagt Gisler: «Aktuell sind im KSB noch viel zu wenige Mitarbeitende geimpft, selbst in denjenigen Abteilungen, die täglich engen Kontakt mit Covid-Patienten haben.»

Momentan würden Gespräche mit dem Kanton laufen, ob dieser Kreis etwa auf die Notfallaufnahme oder Rettungssanität ausgeweitet werden könnte. «Ziel muss es sein, das Gesundheitswesen – insbesondere die Akutspitäler – vor einem Kollaps zu bewahren.»

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