Für Dagmersellen-Trainer Martin Prachar hat sich der Alltag komplett verändert

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Martin Prachar hat sein Leben wegen Corona vorläufig umstellen müssen. (Bild: mwy)

«Ich habe praktisch alle WM-Spiele am Fernseher mitverfolgt», sagt der ehemalige tschechische Nationalspieler Martin Prachar, «es ist zwar traurig, dass die Tschechen nicht dabei sind, aber ich freue mich dafür über den Erfolg der Schweizer. Das Team hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt.» Zu Beginn der WM sei er vom allgemeinen Niveau der WM enttäuscht gewesen, «mittlerweile habe ich aber auch sehr gute Spiele gesehen.»

In Tschechien zu Besuch bei seinen Eltern

Die WM-Partien verfolgt Prachar nicht in Oberentfelden, wo der 41-Jährige mit seiner Frau und der bald 3-jährigen Tochter lebt, sondern bei den Eltern im Heimatland. An Weihnachten ist er nach Tschechien gereist und hat dort dann hautnah miterlebt, was es heisst, coronapositiv zu sein. Zuerst war er selbst betroffen, danach hatten sich auch seine Eltern angesteckt. «Zwei Tage war es ein bisschen schlimmer», erzählt der ehemalige Kreisläufer, «aber mittlerweile sind alle wieder gesund.»

Dennoch bleibt die Familie Prachar vorerst in Tschechien. «Es macht für mich momentan keinen Sinn, in die Schweiz zurückzukommen», sagt der EM-Teilnehmer von 2008. Verständlich, denn gleich alle seine drei Standbeine sind derzeit wegen Corona weggeknickt. Einerseits macht der Betrieb seines Foodtrucks momentan wenig bis gar keinen Sinn. «Ich bin ja vorwiegend an Handball-Spielen im Einsatz und weil dort keine Zuschauer zugelassen sind, bringt es nichts.» Andererseits darf er auch als Trainer des NLB-Teams Solothurn und der 1.-Liga-Equipe des TV Dagmersellen seine Schützlinge nur mit individuellen Trainingsprogrammen versorgen, sie aber nicht in der Halle empfangen. «Ich bin mit den Akteuren und Sportchefs immerhin über den Computer regelmässig in Kontakt», sagt Prachar.

Wird die Saison noch weitergeführt oder nicht?

Langweilig sei es ihm deshalb aber nicht, betont Martin Prachar: «Ich geniesse die Zeit mit der Familie und konnte so auch meine Eltern betreuen.» Dennoch sagt er entschieden: «Es ist jetzt dann auch einmal genug mit Corona.» Prachar hofft deshalb, dass die Meisterschaft 2020/21 zumindest in der zweithöchsten Liga noch fortgesetzt wird: «Ich glaube, dass die Möglichkeit besteht, dass es in der NLB mit einem abgespeckten Spielplan weitergehen könnte. Für den Rest, also auch die 1.-Liga-Mannschaft aus Dagmersellen, wird es eher schwierig.» Der Verband dürfte bald über das weitere Vorgehen informieren.

So bleibt der Wunsch, dass sich bis im Sommer die Coronasituation möglichst positiv entwickelt und dann die kommende Spielzeit wieder im Normalbetrieb in Angriff genommen werden kann. Noch ist nichts in Stein gemeisselt, aber es sieht ganz danach aus, dass Martin Prachar auch in der Saison 2021/22 für den TV Solothurn und den TV Dagmersellen in irgendeiner Form tätig sein wird. Und vielleicht kann er dann die hoffentlich zahlreichen Zuschauer auch wieder mit Köstlichkeiten aus seinem Foodtruck verwöhnen.

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