Eine reine WM ist fürs OK des Powerman Zofingen keine Option

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Die Powerkids- und Familien-Rennen gehören ebenso zum Powerman Zofingen wie das WM-Rennen. (Bild: gam)
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Noch ist OK-Präsident Stefan Ruf guten Mutes, dass er im Mai im Ziel auf die Weltmeister warten kann. (BIld: mwy)

Der Powerman Zofingen soll am 29./30. Mai – oder spätestens im September - stattfinden. Wie ist der Stand der Dinge?
Stefan Ruf:
Wir halten am Austragungsdatum im Mai fest. Entscheidend wird sein, wie sich die Lage rund um Covid-19 in den nächsten vier Wochen entwickelt. Weil wir ein Duathlon-Langdistanz-WM-Rennen durchführen wollen, sind wir aber nicht nur abhängig von lokalen Bestimmungen und Entwicklungen, sondern müssen auch im Auge behalten, wie sich das Virus weltweit verhält. Wir hätten gerne wieder Teilnehmende aus rund 30 Nationen in Zofingen, aber um ein faires Rennen austragen zu können, müssen möglichst viele von ihnen in ihrer Heimat trainieren und WM-Selektionen bestreiten können. Letztlich entscheiden wir als OK nicht eigenmächtig, sondern gemeinsam mit dem Internationale Verband World Triathlon.

Hält man auch am Mai-Datum fest, falls der Anlass ohne Zuschauer oder ohne Nebenrennen – also als reine WM – durchgeführt werden muss?
Nein, ein reine WM ohne offene Langdistanz-Kategorien, Kurzdistanz-, Powerkids- und Charity-Rennen ist für uns keine Option. In anderen Sportarten wie Ski alpin, die von Fernsehgeldern leben und man die Profiathleten in eine Bubble stecken kann, mag das funktionieren, für uns ist der Anlass als reine WM nicht finanzierbar. Wir leben von den Startgeldern sowie von lokalen und nationalen Sponsoren und die wollen ein möglichst breites Teilnehmerfeld.

Wäre aus Ihrer Sicht ein Impfobligatorium für Topathleten denkbar?
Dass ein Sportverband oder ein Veranstalter jemals nur Athleten zulassen wird, die geimpft sind, kann ich mir nicht vorstellen, dafür gibt es keine gesetzlichen Grundlagen.

2020 musste der Powerman Zofingen abgesagt werden. Bereits einbezahlte Startgelder konnten zurückgefordert oder auf 2021 umgebucht werden. Wie war das Echo der Athleten?
Es hat uns gefreut und überrascht, dass 80 Prozent der eingeschriebenen Teilnehmer ihren Startplatz auf 2021 umbuchten. Nur 20 Prozent forderten das Startgeld zurück. Hauptgrund war, dass ihnen das Datum nicht passt.

Normalerweise gab es beim Auf- und Abbau Unterstützung vom Zivilschutz. Nun kann es sein, dass jene Truppen im Mai in Impfzentren oder etwa in Altersheimen her gebraucht werden als bei Sportanlässen. Wie würde man jene Zusatzaufgaben stemmen?
Das ist tatsächlich ein Szenario, das wir durchgedacht haben. Es gibt drei Möglichkeiten: entweder ist der Zivilschutz noch im Kampf gegen Covid-19 engagiert, dann wird die epidemiologische Lage aber zu schlecht sein, als dass wir den Powerman durchführen könnten und wollten. Davon gehen wir nicht aus. Oder die Lage hat sich beruhigt und der Zivilschutz kann uns so helfen, wie geplant. Für die Situation dazwischen haben wir einen Plan erarbeitet, mit Personen aus dem privaten Umfeld ein möglicherweise kleineres Zivilschutz-Kontingent aufzufangen.

Die Freude, etwas zu organisieren, kann einem durch die ständig wechselnden Covid-19-Entwicklungen und Auflagen vergehen. Was motiviert Sie, weiterzuarbeiten und deutlich mehr Denk- und Planungsarbeit zu verrichten als in anderen Jahren?
Wir sind überzeugt, dass wir auch nach Covid-19 immer mal wieder mit aussergewöhnlichen Situationen konfrontiert sein werden. So gesehen ist es ein gutes Lernfeld, und wir sind stärker denn je gefordert, neue Lösungen zu suchen und «out of the Box» zu denken. So entstehen neue Ideen, die vielleicht nie aufs Parkett gekommen wären. Und wir sind ja in einer komfortablen Lage, haben eine Art zweite Chance mit dem Ausweichdatum im September. Klappt es im Mai wider Erwarten nicht mit einer Durchführung, schieben wir den Anlass in den Herbst – es geht also nicht um Absagen oder Stattfinden lassen, sondern lediglich darum, wann der bessere Zeitpunkt ist.

Wann entscheiden Sie definitiv?
Es gibt keine Deadline. Wir stehen alle zwei Wochen mit World Triathlon im Austausch, sodass wir sofort reagieren können, wenn Auflagen gelockert oder verschärft werden. Wir wollen den Teilnehmern so früh wie möglich Sicherheit vermitteln. Der Powerman ist bekanntlich ein Rennen, auf das es sich seriös vorzubereiten gilt – als OK wie als Athlet. Wir sind in der Planung auf Kurs und halten sie modular, sodass wir im Mai Rennen mit maximaler Sicherheit und dem bestmöglichen Kategorienangebot starten können.

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