Lindenpark Oftringen: Die Tinte unter der Spitex-Leistungsvereinbarung ist trocken

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Unterzeichneten gestern die Leistungsvereinbarung (v. l.): Gemeindeschreiber Christoph Kuster und Gemeindeammann Hans-Peter Schläfli mit Ralph Bürge und Walter Bloch vom Lindenpark.
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Oftringens Gemeinderat Walter Amsler übergibt Spitex-Leiterin Esther Scheurmann das unterzeichnete Dokument. Bilder: pp

Im Sommer letzten Jahres beschloss der Gemeinderat Oftringen, die Spitex-Leistungen neu auszuschreiben. Die Gemeinde ist zurzeit noch Aktionärin der Spitex Region Zofingen AG (SRZ), die Anfang 2019 an den Start ging. Der Schritt sorgte damals bei anderen Gemeindevertretern für Kritik; man lasse der SRZ zu wenig Zeit, hiess es etwa. In einer Urnenabstimmung begrüsste aber eine Mehrheit der Stimmberechtigten eine Überprüfung der Spitex-Leistungen. Bei der Ausschreibung, bei der die SRZ keine Offerte einreichte, machte schliesslich die ortsansässige, private Spitex Lindenpark das Rennen.

Oftringen kündigte den Vertrag mit der SRZ per Ende 2021. Ab Anfang 2022 ist also der Lindenpark der offizielle Spitex-Dienstleister in Oftringen. Die Nachbargemeinde Aarburg bezieht ihre Spitex-Leistungen bereits seit Anfang 2018 beim Lindenpark, später kamen die Gemeinden Holziken und Walterswil hinzu.

Rund zehn Vollzeitstellen mehr für den «Lindenpark»

Gestern setzten Oftringens Gemeindeammann Hanspeter Schläfli und Gemeindeschreiber Christoph Kuster ihre Unterschriften unter das Dokument, das die Spitex-Leistungen regelt; für den Lindenpark unterschrieben Geschäftsführer Ralph Bürge und Stiftungsratspräsident Walter Bloch. «Wir sind überzeugt, mit dem ‹Lindenpark› eine hervorragende Lösung gefunden zu haben», sagte Hanspeter Schläfli.

Die Gemeinde erhofft sich laut Schläfli Einsparungen von «einem halben bis einem Steuerprozent», konkret mindestens 100 000 Franken, im besten Fall über 200 000 Franken. Der Lindenpark wird sein Personal um rund zehn Vollzeitstellen aufstocken müssen, schätzt Ralph Bürge. Auch den Fuhrpark erweitert er um fünf Autos. «Wir sind gespannt, ob sich allenfalls Mitarbeitende der SRZ jetzt bei uns bewerben», sagte er.

Obwohl der Arbeitsmarkt im Pflegebereich ausgetrocknet ist, habe man bis jetzt kaum Probleme gehabt, Personal zu finden, sagt Spitex-Leiterin Esther Scheurmann. Nicht ohne Stolz verweist sie auf die letzte, von den kantonalen Behörden vorgegebene Umfrage unter den Mitarbeitenden. «Bei einem Rücklauf von 98 Prozent lag der Lindenpark punkto Arbeitszufriedenheit in allen relevanten Punkten über dem kantonalen Durchschnitt», so Esther Scheurmann.

Wie viele Oftringer Spitex-­Bezügerinnen und -Bezüger zum Lindenpark wechseln, ist unklar. Die SRZ hat angekündigt, ihre Leistungen in Oftringen weiterhin anbieten zu wollen. Bürge ist zuversichtlich, dass die Oftringer Bevölkerung mit seinem Angebot zufrieden sein wird: «Wir haben den Nachweis mehrfach erbracht, dass wir die Leistungs- und Kostenziele erfüllen», sagte er. (pp)

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
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