Covid-Ausbrüche an Aargauer Schulen: Was gilt und warum es Unterschiede gibt

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Die Klassenzimmer der Primarschule Turgi bleiben leer. Der Kanton hat die Schule wegen eines Covid-Ausbruchs geschlossen. Bild: Tele M1
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Seit letzter Woche häufen sich die Meldungen. An der Sekundarschule in Zofingen sind fünf Klassen in Quarantäne. Die Primarschule in Turgi ist zu. In Mellingen-Wohlenschwil waren in den letzten Wochen sieben Klassen in Quarantäne – aktuell sind es noch drei Primarschulklassen und eine Sekundarschulklasse. In Dintikon sind ebenfalls zwei Primarschulklassen in Quarantäne.

1. Wie viele Ansteckungen mit dem Coronavirus gab es bisher an Aargauer Schulen?

Die Statistik des Kantonsärztlichen Dienstes reicht zurück bis Ende Juni. Seither konnte in 352 Fällen die Schule als Ansteckungsort eruiert werden. Von diesen 352 Ansteckungen sind gut ein Viertel, nämlich 98, in den letzten zwei Wochen registriert worden:

2. Wer entscheidet, was passiert, wenn Schulkinder oder Lehrpersonen positiv auf Covid-19 getestet werden?

Nach einem positiven Test werden der Kantonsärztliche Dienst und das Contact-Tracing-Center eingeschaltet. Sie entscheiden über Klassen- oder Schulschliessungen. Wer positiv getestet wird, muss in Isolation; die engen Kontaktpersonen müssen in Quarantäne. Wird eine der neuen, ansteckenderen Virusvarianten nachgewiesen, gilt die erweiterte Quarantäne. Das heisst, es müssen auch die engen Kontaktpersonen der engen Kontakte in Quarantäne. Die Schulen vor Ort dürfen selber keine Massnahmen anordnen.

3. Muss die ganze Familie in Quarantäne, wenn ein Kind in der Schule Kontakt zu einer Person hatte, bei der ein mutiertes Virus nachgewiesen wurde?

Auf diese Frage liefert der Kantonsärztliche Dienst keine eindeutige Antwort. Es erfolge eine breite Testung der Schulkinder, aller Lehrpersonen, Eltern und Geschwister sowie weiterer enger Kontaktpersonen. Je nach Testresultat und Situation werde Quarantäne angeordnet.

4. Die Schule Turgi wurde geschlossen; jene in Mellingen und Zofingen blieben offen. Wovon ist dieser Entscheid abhängig?

Der Kantonsärztliche Dienst spricht von einer «Einzelfallbeurteilung». Berücksichtigt würden dabei beispielsweise die Verteilung innerhalb der Klasse oder der Schule. Zudem spiele es eine Rolle, wie viele Personen erkrankt sind und ob sie sich mit einer der neuen Virusvariante angesteckt haben oder nicht.

In der Schule Turgi wurde bei mehreren Personen ein mutiertes Coronavirus nachgewiesen. Insgesamt haben sich 37 Schülerinnen und Schüler und acht Lehrpersonen infiziert (Stand: Montag). Diverse Testresultate waren am Montag noch ausstehend.

5. Kinder im Vorschul- oder Schulalter gelten untereinander nicht als enger Kontakt, weil bei ihnen ein niedrigeres Risiko einer Virusübertragung besteht. Gilt das auch für die neuen Virusvarianten?

Der Kantonsärztliche Dienst hält fest, diese Definition der engen Kontaktpersonen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) bestehe weiterhin. Die Richtlinien würden jedoch überarbeitet. Aktuell müssten Erfahrungen in Schulen im Zusammenhang mit den Virusmutationen gesammelt werden.

6. Wäre es aus medizinischer Sicht sinnvoll, nach den Sportferien eine Maskenpflicht auch für jüngere Schulkinder einzuführen?

Dazu nimmt der Kantonsärztliche Dienst keine Stellung. Er hält aber fest, diese Frage sei aktuell Bestandteil der Diskussionen zwischen Kantonsärztinnen und Kantonsärzten und dem BAG.

7. Wann sollen Kinder einen Covid-Test machen?

Der Kanton empfiehlt allen Personen mit Covid-19-Symptomen einen Test – auch wenn die Symptome leicht sind. Für Kinder ab 12 Jahren gelten die allgemeinen Testkriterien. Jüngere Kinder müssen nicht in jedem Fall getestet werden. Bei ihnen hängt es zum Beispiel davon ab, ob sie engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten oder ob es weitere Kinder in der Gruppe mit Symptomen gibt.

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