Der frisch revitalisierte Sertelbach wurde von grossen Wassermassen völlig verwüstet

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So sah der Sertelbach am Montagmorgen aus... (zVg)
Foto vorher - Sertelbach.jfif
... und so wenige Tage vorher (zVg)

Aufgrund der meteorologischen Gegebenheiten (Schneeschmelze und ausserordentliche Niederschläge) und dem erosionsempfindlichen Boden, hat der frisch revitalisierte Sertelbach im Gebiet Weihermatte erhebliche Schäden davongetragen. Dies teilte die Gemeinde Reiden mit.

Die Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Der Boden ist noch völlig nackt und es bildete sich noch keine Vegetation. Die Wassermassen frassen sich immer tiefer in den Boden hinein, sodass die Seitenböschungen nachrutschten. Die grossen Blöcke und Wurzelstöcke sind noch da, wurden jedoch komplett um-und unterspült. Teilweise hat sich die Bachsohle um 0.5-1.5 Meter vertieft. Um genau diese Vorkommnisse zu verhindern, werden Bachbauprojekte immer in der gewitterarmen Zeit, also eigentlich im Winter, realisiert.

Die Grundeigentümer, Familie Ursula und Josef Häfliger sowie die Gemeinde Reiden sind momentan an der Umsetzung von Sofortmassnahmen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Die Oberbauleitung des Projekts liegt beim Kanton – er wird auch die Instandstellung begleiten. Diesbezüglich trafen sich gestern Montagmorgen die Projektverantwortlichen (Ingenieur, Kanton, Gemeinde), um die nächsten Schritte zu besprechen. Sie kamen zum Schluss, dass aufgrund des stark durchnässten Bodens nicht mit schwerem Gerät aufgefahren werden darf. In Anbetracht weiterer Niederschläge der kommenden Tagen, sowie bereits erhaltenen Rückmeldungen, dass grössere Mengen Material den Weg in die ARA der Erzo in Oftringen gefunden haben, haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, den Bach bereits gestern Montag auf die alte Leitung umzuleiten, um so den beschädigten Abschnitt weitgehend trocken zu legen und weitere Erosionen zu verhindern. Später sollen dann mit Pfählen und Querriegeln weitere Tiefenerosionen verhindert werden.

Da die Böschungen sehr unstabil sind und jederzeit abzurutschen drohen, wird der ganze Abschnitt abgesperrt. Welchen finanziellen Schaden die Niederschläge vom vergangenen Wochenende angerichtet haben und wer ihn zu bezahlen hat, kann momentan noch nicht abschliessend beantwortet werden.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Grosse Wassermassen ? Mit nichten.

Werner Kost
schrieb am 08.02.2021 10:24
Wie die anderen Bäche, hatte der Sertelbach kaum mehr Wasser. Das weiss ich als langjähriger Anwohner, der den Sertelbach bestens kennt.
Der Grund der Verwüstung liegt bei: Unfähigkeit, Sparen und Pfusch am Bau. Ins Bachbett wurden viel zu kleine Kieselsteine gelegt; die Böschung kaum gesichert. Der Bach hat die Kieselsteine bei kaum höherem Wasserstand einfach weggespühlt und sich darauf, vor allem im unteren Lauf, bis zu 1.5 m ins Erdreich eingebraben, also massiv Erde weeingeschwemmt. Dadurch geriet die Böschung ins rutschen. Und der nächste Schaden ist schon vorprogrammiert. Auch der Ausfluss des Teiches ist mit ein paar hingelegten Steinen kaum gesichert. Bei einem Umwetter werden sie unterspühlt und weggetragen. Der Teich läuft mit einer Flutwelle aus. Kubikmeter von Wasser, Schlamm und mitgeschwemmtes Holz werden sich über die Weihermattstrasse wälzen und zu massiven Schäden führen; durchaus eine Bedrohung für die Anwohner. Um das zu sehen, braucht es keine Experten. Der Kanton Luzern hat den Bau mit über einer halben Million mitfinanziert; u.a. auch die Gemeinde. Es stellt sich dringend die Frage: "Wieso wurde dieser offensichtliche Pfusch nicht beanstandet. Wieso hat man eklatante Fehler einfach übersehen ?" Ein einziger Blick eines Experten hätte genügt. Nein, es sind nicht Naturgewalten. Nein, es ist kein Fall für die Versicherung oder den Steuerzahler. Es ist alleine Stümperhaftigkeit auf der ganzen Linie des Baus.
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