Maskenproduzent Felix Schönle: «Die Vorwürfe im Artikel von ‹20 Minuten› sind falsch und haltlos»

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Felix Schönle vermutet, dass die auf 20min.ch publizierten Bilder vorsätzlich und missbräuchlich von unzufriedenen, ehemaligen Temporärmitarbeitenden inszeniert wurden. (Archivbild: Adrian Gaberthüel)

Seit letztem Frühjahr produziert die Wernli AG in Rothrist chirurgische Gesichtsmasken. Am Montag zitierte 20min.ch in einem Bericht anonyme Mitarbeitende, die von «prekären Hygienezuständen» in der Maskenfirma sprachen. Im Interview nimmt Wernli-CEO und -Verwaltungsratspräsident Felix Schönle Stellung zu den Vorwürfen.  

Herr Schönle, 20min.ch publizierte am Montag einen Bericht über die Produktion von chirurgischen Gesichtsmasken bei der Wernli AG in Rothrist. Darin ist von «prekären Verhältnissen» die Rede, auf Bildern ist beispielsweise zu sehen, wie Mitarbeitende Masken ohne Handschuhe verpacken oder ihre Masken nicht richtig tragen. Was sagen Sie dazu?

Felix Schönle: Die anonym vorgebrachten Vorwürfe sind falsch und haltlos. Wir haben Grund zur Annahme, dass die Bilder vorsätzlich und missbräuchlich von unzufriedenen, ehemaligen Temporärmitarbeitenden inszeniert wurden, um die Wernli AG unberechtigterweise anzuschwärzen.

Laut einer anonymen zitierten Person achten die Schichtleiter nur dann auf die Schutzmassnahmen, wenn Kontrollen angekündigt sind.

Auch das ist falsch. Unser Schutzkonzept wird zu jeder Zeit rigoros umgesetzt und von den Schichtleitern permanent kontrolliert. Sämtliche Mitarbeitenden halten sich an die geltenden Vorschriften und tragen bei allen Produktionsschritten Handschuhe, Hygienemasken und Haarnetze.

Der Abstand unter den Mitarbeitenden werde teilweise ungenügend eingehalten, beispielsweise auch beim Mittagessen.

Der Schutz unserer Mitarbeitenden ist zu jeder Zeit gewährleistet. Der Abstand zwischen Mitarbeitenden kann überall eingehalten werden. Zudem sind beim Schichtwechsel die Eingänge und Ausgänge für die Mitarbeitenden örtlich getrennt, um Abstände jederzeit einzuhalten.

Es mangle an Seife und Desinfektionsmittel, so ein weiterer Vorwurf.

Die hygienischen Zustände sind einwandfrei. Bei allen Eingängen sind kontaktlose Desinfektionsstationen installiert. Nach jeder Schicht werden Arbeitstische und Maschinen mit einem Flächendesinfektionsmittel gereinigt. Die WC-Anlagen werden durch ein externes, zertifiziertes Unternehmen regelmässig gereinigt. Seife und Handtuchpapier sind jederzeit genügend vorhanden. Bei zwei unangemeldeten Kontrollen im Dezember und Mitte Januar durch die Kantonspolizei Aargau – im Auftrag des Kantonsärztlichen Dienstes Aargau und dem Departement für Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau – wurden keinerlei Beanstandungen festgestellt.

Wenn die Vorwürfe konstruiert sind: Warum sollte Sie jemand anschwärzen?

Es ist bedauerlich, dass wir auf Grund der aktuellen Auftragslage – zurückzuführen auf die leider geringe Solidarität gegenüber unserer Schweizer Produktion – einen Teil der rund 300 Temporärmitarbeitenden nicht mehr weiterbeschäftigen können. Dass es im Zuge dieses Personalabbaus zu einem solchen «Racheakt» gekommen ist, ist ebenso bedauerlich und auch für die verbleibenden Mitarbeitenden völlig unverständlich.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Bodenlose Frechheit

S. Iseli
schrieb am 03.02.2021 19:09
Ich habe selber dort gearbeitet, ich bin gegangen weil ich die Chance bekommen habe in meinem Traumberuf zu arbeiten, ich kann definitiv bestätigen das alle Schutzmaßnahmen eingehalten werden, es wird sogar darauf hingewiesen das wenn jemand die Maske nicht richtig trägt oder das Haarnetz oder die Handschuhe nicht getragen werden, es gibt vom Schichtleiter sogar eine mündliche Verwahrung.

Virus

B. Kerzenmacher
schrieb am 02.02.2021 19:58
Schutz vor Einbrechern:
Überall einen Quarantäne-Aufkleber platzieren. Beste Verhütung gerade, am Besten noch in den einschlägigen Sprachen verfasst.

Traurige Wernli AG

Thomas Eggenberger
schrieb am 02.02.2021 19:00
Die Masken bei der Herstellung mit blossen Händen anzufassen geht mal garnicht! Wenn die Person krank war, ist dies eine Gefahr für jeden der die Maske übern Mund zieht! Temporär hin oder her, die Firma Wernli hat Kontrollfunktion und ist dem nicht nachgekommen!

Fragwürdiges „Interview“

Edmond Balzer
schrieb am 02.02.2021 18:29
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