Ein zweiter Pass wird immer beliebter

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Symbolbild (Keystone)
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Die Bevölkerung im Kanton Aargau und im Bezirk Zofingen wächst und wächst. In der Region ist die Bevölkerungszahl laut kantonaler Statistik im ersten Semester 2020 um 458 Personen auf 73 136 Einwohnerinnen und Einwohner angestiegen (was einem Plus von 0,63 Prozent entspricht) – gesamtkantonal betrug das Wachstum 0,53 Prozent.

Die schweizerische Bevölkerung ist im Kanton um 2255 Leute oder 0,44 Prozent gewachsen, die ausländische um 1399 Personen oder 0,81 Prozent (Zahlen zu den Gemeinden in der Region in der Tabelle).

Wie berechnet man das Wachstum der Schweizer Bevölkerung? Aus der Differenz zwischen Geburten und Todesfällen sowie zwischen Zu- und Wegzügen plus Einbürgerungen. Kantonsweit waren dies 1861 Personen, die wiederum beim Ausländeranteil zum Abzug kamen.

Letzte Woche veröffentlichte das Bundesamt für Statistik den aktuellen Anteil von Doppelbürgerinnen und -bürgern an der Wohnbevölkerung – von Menschen mit einem fremden und einem Schweizer Pass. Der Anteil beträgt derzeit 19 Prozent. In diesem Satz nicht berücksichtigt sind Kinder bis 15 Jahre und auch Doppelbürger, die mit Schweizer Pass in den USA, in Australien, Südafrika oder in anderen Ländern leben. Vor zwei Jahren hatte die «NZZ am Sonntag» eine Hochrechnung aufgestellt. Sie kam auf 1,5 Millionen Doppelbürgerinnen und -bürger.

Zwei Pässe sind hier schon lange möglich

Was sind die Gründe für diese grosse Zahl? Eine Doppelbürgerschaft erinnert taktisch und praktisch an das Mühlesteinspiel – jenen Pass zücken, der einem in der aktuellen Lebenssituation den besten Nutzen bringt. Doch aufgepasst: Tatsache ist, dass die Schweiz einst ein klassisches Auswanderungsland war. Deshalb hat sie ihren Bürgern die doppelte Staatsangehörigkeit von jeher gewährt – im Gegensatz zu anderen Staaten. Paradebeispiel ist die Bundesrepublik Deutschland. Bis August 2007 war für deren Bürger kein Pass neben jenem der BRD erlaubt.

Für Männer ist die Doppelbürgerschaft mit nicht unerheblichen Risiken verbunden – sie sind in der Regel wehrpflichtig. Die doppelte Staatsbürgerschaft kann sich deshalb in militärischer Hinsicht als problematisch erweisen. Was ist, wenn man im wehrfähigen Alter aus der Schweiz ins zweite Heimatland zu Verwandten reist und dort als potenzieller Soldat gilt? Länder, die das schon so sehen, sind geografisch nicht allzu fern der Schweiz.

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