FC Aarau: Nur noch ein laues Lüftchen

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Viel Krampf, wenig Klasse: Aaraus Marco Aratore wehrt sich gegen die Krienser Diogo Costa und Izer Aliu. (Bild: Schumacher/Freshfocus)

Nachspielzeit, Aarau seit der 89. Minute und nach der Gelb-Roten Karte für Abwehrpatron Leon Bergsma in Unterzahl, da bietet sich den Gästen doch noch einmal die Chance auf das Tor des Abends. Doch der Eckball von Donat Rrudhani wird zum Sinnbild für den ganzen Auftritt im Krienser Kleinfeld: Uninspiriert und entsprechend leichte Beute für den Gegner.

Schon am Dienstag blickte man nach dem Schlusspfiff in enttäuschte Gesichter. Doch trotz der 1:2-Niederlage gegen Schaffhausen durften die Aarauer immerhin konstatieren, ein klares Chancenplus herausgespielt und das Spiel unverdientermassen verloren zu haben.

Das 0:0 in Kriens hingegen ist der gerechte Lohn. Mehr noch: In der 9. Minute und in der 23. Minute beanspruchten die Aarauer alles Glück der Welt, zwei Mal verhinderte die Latte einen Rückstand.

Auf der anderen Seite mündeten die eigenen Offensivbemühungen in gerade mal zwei Schüssen auf das Krienser Tor: Beide gab Mats Hammerich ab. Und weil der gelernte defensive Mittelfeldspieler für alles andere als für Abschlussstärke steht, spedierte er den Ball in beiden Aktionen aus bester Position direkt auf den Goalie.

Stojilkovic? Aratore? Balaj? Später die eingewechselte Spadanuda und Rrudhani? Sie alle haben im Vorjahr Ausrufezeichen gesetzt und waren mitverantwortlich dafür, dass der FC Aarau die zweitbeste Offensive der Liga stellt (33 Tore). Doch irgendwo in der Winterpause ist die Power verloren gegangen. Nur zwei Tore in drei Partien seit Wiederbeginn der Meisterschaft – zu wenig für eine Mannschaft, die sich in der Tabelle nach oben orientieren will. Ausgenommen von Balaj, der bis zu seiner überraschenden Auswechslung in der Halbzeitpause als einziger Aarauer die gegnerische Abwehr in Bedrängnis bringen konnte, enttäuschte auch in Kriens die Offensivabteilung auf ganzer Linie.

Der fünffache Saisontorschütze Filip Stojilkovic steckt  im Formtief, womit beim 21-Jährigen zu rechnen war. Wann Shkelzen Gashi nach seiner Erkrankung wieder einsatzfähig ist, steht in den Sternen. Einen weiteren Mittelstürmer gibt das Kader nicht her. Und so drängt sich mehr denn je die Frage auf: Braucht es im Sturmzentrum frisches Blut? Ein Transfer wäre das Signal, dass man als FC Aarau ein Wort um den Aufstieg mitreden will.

Nächste Bewährungsprobe im Cup gegen den FC Sion  

Zurück zum 0:0 gegen Kriens, das bei aller offensiven Harmlosigkeit auch positive Erkenntnisse hervorbrachte: Zum (erst) zweiten Mal in dieser Saison beendete der FC Aarau ein Spiel ohne Gegentor, zuvor war dies am 8. Dezember beim 2:0 in Chiasso gelungen. Defensive Stabilität wird auch im nächsten Spiel gefragt sein: Am Mittwoch kommt es im Brügglifeld zum Cup-Achtelfinal gegen den oberklassigen FC Sion. Vor allem in physischer Hinsicht werden die Aarauer gegen die Walliser gefordert sein. Insofern dürfte Trainer Stephan Keller froh sein, dass er in dieser lukrativen Partie auf seinen wichtigsten Abwehrspieler Leon Bergsma zählen kann: Der Holländer wird seine Sperre erst im darauffolgenden Ligaspiel gegen Xamax absitzen.

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