Als Frauen Männer zur Kandidatur für politische Ämter motivierten

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Gina Wülser war Mitgründerin der FDP-Frauengruppe Zofingen. Bild: Archiv/bkr

Vor vier Jahren feierten die Freisinnigen Frauen Aarau-Zofingen ihr 50-Jahr-Jubiläum. Eine Frau der ersten Stunde ist Gina Wülser. Wie wurde sie Mitgründerin der Zofinger Frauengruppe? «Die Initiative kam von der Ortspartei aus. Man wollte Frauen für die Politik begeistern und für die FDP gewinnen», sagt sie am Telefon. Die Gründungsfrauen – neben Wülser bekannte Persönlichkeiten wie Irene Ringier, Rosmargret Riniker oder Irene Meier – warben in ihrem Bekanntenkreis und mobilisierten bisher politisch inaktive Gattinnen freisinniger Politiker. Dies in Zofingen, aber auch in Aarburg, Brittnau, Mühlethal, Strengelbach und Rothrist.

Irene Ringier wurde 1974 als erste freisinnige Frau in den Zofinger Einwohnerrat gewählt. Hätte ein solches Mandat nicht auch Gina Wülser gereizt? «Meine Welt war mehr die Arbeit im Hintergrund», sagt sie. Wülser gehörte mehr als ein Jahrzehnt dem Vorstand an, wo sie sich für weibliche, aber auch für männliche Kandidierende einsetzte. «Ich habe den einen oder anderen Mann motiviert, sich für ein Amt zur Verfügung zu stellen.» Dass sie sich derart engagieren konnte, verdanke sie dem Umstand, dass ihre drei Kinder bereits etwas grösser waren – und die Schwiegermutter wie auch Ehemann Walter diese gerne betreuten.

In den ersten Jahren sei der politische Einsatz der Frauengruppe innerhalb der Partei nicht gross wahrgenommen worden. Für Anlässe hätten die freisinnigen Männer die Mitglieder der Frauengruppe angefragt, ob sie Kuchen backen und servieren würden. Ja, das hat «frau» gemacht, aber sich auch mehr und mehr in Wahlkampfkomitees profiliert – Anlässe organisiert, Flyer gestaltet, Briefe eingepackt und andere Knochenarbeit geleistet. Dass mit Urs Schwarz und Willi Loretan zwei Zofinger FDP-Politiker gleichzeitig dem Nationalrat angehörten, sei mit ein Verdienst der Frauengruppe gewesen. Völlig klar, dass der Einsatz auch FDP-Kandidatinnen galt. In den Genuss dieser Unterstützung sind Einwohnerratskandidatinnen, aber auch die in den Grossen Rat gewählten Corina Eichenberger aus Kölliken (spätere Nationalrätin) und Hanni Veuve aus Zofingen gekommen. (bkr)

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