Der FC Aarau erhält im Zwischenzeugnis die Note 4,5

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Das Zwischenfazit von FCA-Trainer Stephan Keller: «Leicht positiv». (Bild: Freshfocus)

Was war das für eine Euphorie rund um den FC Aarau, als er sich vor der Winterpause mit einem eindrücklichen Zwischenspurt von fünf Siegen und einem Unentschieden in die Top 3 der Challenge League spielte. Der FC Aarau zündete ein Feuerwerk nach dem andern, spielte Spektakelfussball und galt als Mannschaft der Stunde in der zweithöchsten Spielklasse. Von einem Spitzenteam, ja von einem Aufstiegskandidaten war die Rede. Die tolle Serie mit sechs Spielen und 16 Punkten hat dem einen oder andern FCA-Anhänger ganz schön die Sinne vernebelt.

Nach drei Spielen im neuen Fussballjahr ist der FC Aarau wieder auf den Boden der Realität zurückgekehrt. Nach dem 1:3 in Wil, dem 1:2 gegen Schaffhausen und dem 0:0 in Kriens rutschten die vermeintlichen Überflieger auf Rang sechs ab. Insgesamt fällt die Zwischenbilanz nach Saisonhälfte trotzdem zufriedenstellend aus. Nach 18 Spielen hat der FC Aarau 28 Punkte auf dem Konto. Das ist nicht gut, das ist nicht schlecht – das ist ansprechend. Fakt ist: Nach dem mässigen Start ins 2021 mit drei sieglosen Partien beträgt der Rückstand auf Leader Thun schon satte neun Punkte. Die Vermutung liegt nahe, dass die formstarken Berner Oberländer und der aktuell leicht kriselnde Aufstiegsfavorit GC die Konkurrenz mit Schaffhausen, Stade Lausanne-Ouchy und Winterthur in den nächsten Wochen hinter sich lassen wird.

Sind die Ränge eins und zwei also schon vergeben? Was darf man vom FC Aarau in der zweiten Saisonhälfte erwarten? Wozu ist die Mannschaft in der Lage? Vielleicht ist die Rechnung ganz einfach. Rechnen wir das Ganze hoch, werden die Aarauer die Saison mit 36 Spielen und 56 Punkten beenden. Das wäre im Endeffekt wohl ein Rang zwischen 4 und 6. Vielleicht startet Kellers Team aber nochmals durch, legt erneut eine eindrückliche Serie hin und knackt im Endeffekt sogar die 60-Punkte-Marke.

Nach den zwiespältigen Eindrücken dieser Saison wäre es aber vermessen, den Barrage-Platz oder gar den Direktaufstieg zu erwarten. Umso mehr, als dass die Klubverantwortlichen ihre Planungen mit dem Aufstieg in die Super League voll und ganz auf die Saison 2022/23 ausgerichtet haben.

«Ich will mich nicht hinter dem Umbruch verstecken»
Stephan Keller ist mit der Bilanz von 28 Punkten aus 18 Spielen zufrieden: «Mein Fazit der ersten Saisonhälfte ist leicht positiv», sagt der Trainer des FC Aarau. «Rückschläge wie in den drei vergangenen Spielen gegen Wil, Schaffhausen und Kriens gehören dazu, sind aber erklärbar. Der FC Aarau ist in einer Umbruchsaison. Eines steht für mich fest», fügt Keller hinzu, «ich will mich nicht hinter diesem Umbruch verstecken. Wir haben eine neue, junge Mannschaft, die in einem Entwicklungsprozess steckt. Und trotzdem haben wir den Anspruch, jedes Spiel zu gewinnen.»

Gewinnen will Keller also auch den Cup-Achtelfinal am Mittwoch gegen den FC Sion. «Gegen die Walliser sind wir nicht Favorit», sagt Keller. Da hat er Recht. Das muss allerdings nichts heissen. Das Erfolgsrezept für den Aussenseiter liegt auf der Hand. Gefragt sind Tugenden wie Kampfgeist, Willensstärke, Leidenschaft und Herzblut. Schafft es der FC Aarau gegen Sion physisch dagegen zu halten, kann er dem vermeintlich übermächtigen Gegner wehtun. Dann ist – ob nach 90 oder 120 Minuten – alles möglich.

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