Der nächste Akt im Drama des EHC Olten

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Die nächste Pleite: Der EHC Olten lässt sich vom HC Thurgau überfahren. (Bild: freshfocus)

Die Schlusssirene in der Güttingersreuti kam für den EHC Olten schon fast einer Erlösung gleich. Eine Schlusssirene, die man sich eigentlich schon nach 40 Minuten herbeiersehnte: 2:6 steht da am Schluss auf der Anzeigetafel. Ein Resultat, das eine deutlichere Sprache kaum sprechen könnte.

Insbesondere die Art und Weise, wie es zustande kam, muss zu denken geben: Einmal mehr hatte der EHC Olten engagiert begonnen. Man notierte ein halbes Dutzend Abschlüsse, noch bevor der HC Thurgau einen ernsthaften Torschuss abgeben konnte. Jewgeni Schirjajew als Torschütze und Silvan Wyss als Passgeber eröffneten das Skore – auch sonst noch die hellsten Sterne am Oltner Nachthimmel.

Drei Minuten Zerfallserscheinungen

Und dann? Ja, dann vertändelte Verteidiger Simon Lüthi im Powerplay als letzter Mann die Scheibe an der offensiven blauen Linie, worauf Thurgaus Hobi entwischte und den Konter eiskalt ausnutzte. Ein Fehler, der das derzeit so fragile Gerüst des EHC Olten zusammenstürzen lässt. Zwar retten sich die Powermäuse noch schadlos in die Pause, doch im Mitteldrittel sollten drei Minuten und 21 Sekunden folgen, in denen der EHC Olten Zerfallserscheinungen zeigt. Thurgaus Spannring und der neuste Swiss-League-Importspieler Ang nutzten diese innert 20 Sekunden rigoros aus, worauf drei Minuten später der zweite Ausländer Brennan auch noch zum 4:1 einnetzen durfte.

Eine Hypothek, auf die der EHC Olten in dieser Verfassung ausser Schirjajews 2:5-Treffer  keine Antworten mehr findet, sodass man nur noch mit etlichen Strafen, insgesamt 31 Minuten im Schlussabschnitt, nur noch mit Frustbewältigungen auf sich aufmerksam machte.

Die Luft für Söderström wird immer dünner

Was nun? Es bleibt die Frage nach dem nächsten Akt im Oltner Eishockey-Drama. Die sechste Niederlage in Folge wird den Ruf nach einem Trainerwechsel im Umfeld des EHC Olten noch einmal verstärken. In einer Saison, in welcher es für professionelle Eishockeyklubs um so viel mehr geht als um sportlichen Erfolg – und daher falscher Aktionismus gefährlich sein könnte – bleibt die Frage, ob sich der EHC Olten einen Trainerwechsel überhaupt leisten könnte und möchte. Doch die Ansätze von Zerfallserscheinungen des Teams dürfte bei den Klubverantwortlichen emotionale Gespräche auslösen. Klar ist, dass die Luft für Trainer Fredrik Söderström immer dünner wird. Vom EHC Olten ist unmittelbar nach dem Spiel zu entnehmen, dass man derzeit «über alles Mögliche» diskutiert und verschiedene Szenarien prüft. Möglich erscheint auch, dass sich Marc Grieder als Assistenztrainer zurückzieht und sich seiner wesentlichen Arbeit als Sportchef widmet. Zumindest hatte der EHC Olten bereits vor der sechsten Niederlage Impulse abgesendet, dass man hierbei nichts unversucht lassen möchte: Quasi über Nacht engagierte Grieder der bei Kloten nicht mehr glücklich gewordene Verteidiger David Stämpfli sowie Klubkollege und Stürmer Greg Halberstadt. So oder so:  Ein Blick auf die Tabelle dürfte beim einen oder anderen EHCO-Anhänger langsam aber sicher Schnappatmungen auslösen. Mit 1,49 Punkten pro Spiel klassieren sich die Powermäuse auf Platz 7. Und der EHC Visp auf Rang 8 lauert verlustpunktlos im Nacken. Am Mittwoch gastiert der EHC Kloten im Kleinholz. Gegen den Leader hatten die Oltner letztmals drei Zähler verbuchen können – vor 24 Tagen.  Das ist schon ein gutes Weilchen her.

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